Volker und Tim Schilling im Gespräch „Porsche finde ich cool“

Volker Schilling (links) mit seinem Sohn Tim Schilling:  Der Vorstand von Greiff Capital Management vermisst Geld-Themen im Schulunterricht. | © Robert Schlossnickel

Volker Schilling (links) mit seinem Sohn Tim Schilling: Der Vorstand von Greiff Capital Management vermisst Geld-Themen im Schulunterricht. Foto: Robert Schlossnickel

DAS INVESTMENT: Tim, wie seid ihr beide auf die Idee gekommen, euch über Geld und Finanzthemen zu unterhalten und davon Youtube-Videos zu drehen?

Tim Schilling: Das ist ganz einfach. Weil Kinder und Jugendliche nichts über Geld wissen. Da haben wir uns entschieden, die Youtube-Videos zu drehen und Geld-Themen auf eine humorvolle Art rüberzubringen.

Du bist zwölf. Interessierst du dich da wirklich für Finanzthemen?

Tim: Mittlerweile schon.

Volker Schilling: Das ist doch eine klasse Antwort. Mittlerweile schon! Warum ist dem so? Weil wir uns einfach mal darüber unterhalten haben. Kinder und Jugendliche bekommen in der Regel keine Gelegenheit dazu, etwas über Finanzen zu lernen. Geld ist kein sexy Thema, und Tim würde sich bestimmt lieber über die neusten Trends im Gaming unterhalten. Das ist ja verständlich. Nur: Wenn man sich mal mit Finanzen beschäftigt, kann man entdecken, ob man daran etwas spannend und interessant findet.

Über Geld spricht man nicht.

Volker: Das ist ein ganz großer Fehler. Ich finde dieses Sprichwort unsäglich.

Tim, warum glaubst du, dass sich Kinder und Jugendliche so wenig für Finanzthemen interessieren?

Tim: Sie wissen kaum etwas darüber und können Finanzthemen nicht einschätzen, und natürlich finden sie andere Dinge lustiger.

Jetzt macht ihr die Videos seit fast zwei Jahren. Was hast du aus den Gesprächen mit deinem Vater gelernt?

Tim: Ich habe Zusammenhänge erkannt. Wie Geld, Unternehmen und die Wirtschaft zusammengehören.

Und für dich ganz persönlich? Bist du etwa sparsamer geworden?

Tim: Das war ich schon immer.

Volker: Er hat am Weltspartag immer am meisten Geld zur Bank getragen, er leiht seinem Bruder auch gern etwas. Erst recht, nachdem wir das Thema Zinsen besprochen haben. Wenn Tim immer alles ausgeben würde, hätten wir uns vielleicht auch gar nicht darüber unterhalten, was man mit Geld noch so alles machen kann. Geld bringt man zur Bank, und aus dem Automaten holt man es wieder raus. Das war bis zu unserem ersten Gespräch auch Tims Vorstellung eines recht einfachen Kreislaufs.

Nun hast du seit einem Jahr von fünf Unternehmen jeweils eine Aktie. Wie ist es dazu gekommen?

Tim: Ich habe mit Papa die Börse in Frankfurt besucht, und wir haben uns über Aktien und Aktiengesellschaften unterhalten. Dann habe ich mir Aktien von Adidas, Puma, Apple, Porsche und Samsung ausgesucht, und wir haben die gekauft.