Vom Aktienclub zum Investmentfonds „Wir suchen 50 attraktiv bewertete Weltmarktführer mit starken Marken“

Jörg Wiechmann (44) ist Vorstandschef der TOP Vermögensverwaltung in Itzehoe. Er studierte nach der Ausbildung zum Versicherungskaufmann einige Semester Volkswirtschaftslehre und ließ sich im Privatstudium zum geprüften Anlage- und Vermögensberater ausbilden. Wiechmann gehört der TOP Vermögensverwaltung seit ihrer Gründung 1993 an.

Jörg Wiechmann (44) ist Vorstandschef der TOP Vermögensverwaltung in Itzehoe. Er studierte nach der Ausbildung zum Versicherungskaufmann einige Semester Volkswirtschaftslehre und ließ sich im Privatstudium zum geprüften Anlage- und Vermögensberater ausbilden. Wiechmann gehört der TOP Vermögensverwaltung seit ihrer Gründung 1993 an.

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DAS INVESTMENT: Wodurch hebt sich Ihr Fonds von der Masse der Produkte ab?

Jörg Wiechmann: Durch Beständigkeit und Transparenz. Der IAC-Aktien Global investiert in genau 50 internationale Qualitätstitel. In der Regel handelt es sich dabei um attraktiv bewertete Weltmarktführer mit starken Marken, stabilen Bilanzen und schwankungsarmem Geschäft. Der Fonds ist vollkommen gläsern. Jeder kann verfolgen, welche Werte sich im Depot befinden und wann Umschichtungen erfolgen. Zudem hatte sich die Anlagestrategie bereits vor Gründung des Fonds im Jahr 2008 bewährt.

Wie kam es seinerzeit zur Auflegung?

Der Fonds ist die Fortführung des bereits im Jahr 1998 gegründeten Gemeinschaftsdepots des Itzehoer Aktien Clubs (IAC). Als der Gesetzgeber die Abgeltungssteuer einführte, galt es, die aufgelaufenen steuerfreien Gewinne zu konservieren, was der Fondsmantel ermöglichte. Gleichzeitig konnten sich auch Außenstehende an unserem Clubfonds beteiligen.

Und wie ist das Portfolio aufgebaut?

Wir halten Qualitätsaktien aus aller Welt, teilweise bereits seit dem Jahr 1998. Zu den Dauerläufern im Depot zählen Unternehmen wie Nestlé, Unilever oder Coca-Cola. Der Fonds schichtet nur selten um. Im langjährigen Durchschnitt werden maximal zwei oder drei Werte ausgetauscht. Außerdem sind wir in der Regel nahezu voll in Aktien investiert und halten keine taktischen Kassepositionen.

Birgt die Konzentration auf klassische defensive Branchen kein Risiko? Investoren sehen derzeit die hohen Bewertungen in diesem Marktsegment als kritisch an.

Diesen Umstand berücksichtigen wir durchaus. Wir handeln antizyklisch und mischen auch konjunktursensitive Titel bei. Unser Depot atmet, wie auch das Beispiel Nestlé zeigt. In eine steigende Bewertung hinein haben wir hier die Gewichtung reduziert.

Da wir von der Aktie aber weiterhin überzeugt sind, bleibt sie mit geringerem Anteil im Depot. So handeln wir meistens. Erkennen wir Überbewertungen, reduzieren wir unser Engagement und stocken Titel, die sich vergünstigt haben, auf. Antizyklisches Rebalancing sozusagen.