Vor der Verfassungsreform Italiener setzen auf Gold - in der Schweiz

Goldbarren von der Mine Shizuoka in Japan | © Getty Images

Goldbarren von der Mine Shizuoka in Japan Foto: Getty Images

Am 4. Dezember stimmen die Italiener über eine Verfassungsreform ab. Der Ausgang dieser Abstimmung ist ungewiss. Fällt der Ministerpräsident Matteo Renzi bei der Abstimmung durch, könnte das der erste Schritt zu einem Ausstieg Italiens aus der Eurozone sein. Angesichts dieser Ungewissheit fliehen viele Italiener in Gold, erklärt der Edelmetall-Händler Pro Aurum gegenüber der Wirtschaftswoche.

So berichtet Pro Aurum, dass in dessen Schweizer Filiale in Lugano seit einigen Wochen vermehrt Order für Barren und Münzen aus Italien eingehen. Normalerweise setze sich die Kundschaft der Schweizer Niederlassung zu 80 Prozent aus Schweizer und nur zu 20 Prozent aus italienischen Kunden zusammen, erklärt Pro-Aurum-Geschäftsführer Robert Hartmann. Nun habe sich dieses Verhältnis beinahe umgekehrt.

Nach dem Kauf verwahren die meisten italienischen Kunden ihr Gold im Zürcher Zollfreilager von Pro Aurum, so Hartmann weiter.