Vorstand von Fondsdiscount.de „Der Weltspartag wird zum Trauertag“

Thomas Soltau: Der Vorstand von Fondsdiscount.de hält ein Plädoyer für Investmentfonds. | © Fondsdiscount.de

Thomas Soltau: Der Vorstand von Fondsdiscount.de hält ein Plädoyer für Investmentfonds. Foto: Fondsdiscount.de

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Die Deutschen sind ein Volk von Sparern, allerdings, dies belegen regelmäßig einschlägige Umfragen, sparen sie falsch. „Falsch“ bezieht sich hierbei auf das Zinsumfeld, welches das Vermögen auf den nach wie vor beliebten Tages- und Festgeldkonten kontinuierlich zum Schmelzen bringt. Gerade einmal 0,7 Prozent Zinsen – in der Spitze – gibt es derzeit für ein Tagesgeldkonto, die Inflationsrate beträgt aber aktuell 1,6 Prozent. So lässt sich also keinesfalls Vermögen aufbauen.

Insofern gerät der Weltspartag zunehmend zum „Trauertag“ für klassische Sparer – denn ein Ende des Niedrigzinsumfeldes ist noch lange nicht in Sicht. Traditionellen Sparern bleibt also nur, ihrem Geld, welches durch die Inflationsrate aufgezehrt wird, nachzutrauern. Wer hoffnungsvoll auf die EZB-Sitzung vergangenen Donnerstag geblickt hat, dürfte ein weiteres Mal enttäuscht worden sein. Denn zwar soll das Anleihekaufprogramm auf 30 Milliarden Euro pro Monat halbiert werden, der Leitzins wurde allerdings unverändert auf null Prozent belassen. Mario Draghi hatte bei der Pressekonferenz am 7. September zudem geäußert, dass die Zinsen weit über das Ende des Anleihekaufprogramms der EZB niedrig bleiben werden.

Experten plädieren daher schon lange dafür, dass die Deutschen ihre Komfortzone verlassen und sich endlich gegenüber Aktieninvestments öffnen sollen. Doch wer sein Vermögen bislang traditionell auf dem sicheren Sparbuch hinterlegt hat, dürfte kaum von heute auf morgen zum spekulativen Börsentrader werden. Und dennoch: Ein „Weiter so“ gefährdet die Vermögensbestände, sei es bei Privatanlegern oder auch bei institutionellen Investoren wie etwa Stiftungen.

Was also tun? Eine renditeträchtige, dabei aber vergleichsweise sichere Möglichkeit, Geld anzusparen bieten nach wie vor Investmentfonds. Je nach Risikoneigung und Anlagehorizont können moderne Sparer aus schwankungsfreudigeren Aktienfonds, ausgewogenen Mischfonds oder auch eher vermögenserhaltenden, anleihelastigen Fonds wählen. Allein auf FondsDISCOUNT.de stehen mehr als 20.000 Fonds ohne den branchenüblichen Ausgabeaufschlag zur Auswahl – hier ist also für jeden Risikoappetit und jede Nervenstärke etwas dabei.

Der besondere Vorteil von Investmentfonds ist, dass die Vermögenswerte auf verschiedene Titel und je nach Fondstyp auf verschiedene Branchen, Regionen und Asset-Klassen gestreut werden. So wird das Ausfallrisiko gegenüber einem Aktien-Einzelinvestment gesenkt. Zudem unterliegen die Werte im Depot einer Einlagensicherung, wenn die depotführende Bank zahlungsunfähig wird. Investmentfonds gelten hierbei als Sondervermögen und sind als solche vor einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt.

Einsteiger sollten bei Fondsinvestments dennoch darauf achten, nicht alles auf eine Karte zu setzen und stattdessen mehre Fonds zu besparen, welche sich idealerweise an verschiedenen Märkten engagieren. Statt einmalig eine große Summe in einen Investmentfonds zu stecken, lautet der Ratschlag gemeinhin, einen oder mehrere Fondssparpläne einzurichten. Hierbei wird monatlich eine gewünschte Summe eingezahlt und das Vermögen kann schrittweise wachsen. Fondssparen ist zudem sehr flexibel, denn der Sparer ist hier nicht an Mindestlaufzeiten gebunden und die Raten können jeweils an die finanzielle Situation angepasst oder auf Wunsch auch pausiert werden.

Und die Renditen? Die können sich sehen lassen: Wie der Fondsverband BVI zum 30. September 2017 berechnet hat, beträgt die Wertentwicklung zum Beispiel von Deutschland-Aktienfonds in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt 78,9 Prozent, mit ausgewogenen (also risikoärmeren) Mischfonds fuhren Anleger im Schnitt 28,6 Prozent an Wertsteigerung ein. Daher kann das Fazit nur lauten: Probieren Sie es aus, fangen Sie mit überschaubaren Summen an und mehren Sie Ihr Vermögen künftig auf die clevere Art.