VV-Lösungen mit der Hamburger Vermögen Wie Vermittler sinnvoll mit Vermögensverwaltern kooperieren

Eric Wiese, HHVM Hamburger Vermögen GmbH

Eric Wiese, HHVM Hamburger Vermögen GmbH

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DAS INVESTMENT.com: Warum sind vermögensverwaltende Lösungen für Berater attraktiv?

Eric Wiese: Aufgrund der überbordenden Regulierung haben Berater zunehmend Probleme, Ihren Job vernünftig ausführen zu können. Daher hatten vermögensverwaltende Mischfonds zuletzt hohe Mittelzuflüsse. Diese Fonds müssen wenig umgeschichtet werden, weil sich der Fondsmanager um die marktgerechte Aufteilung der Assetklassen kümmert. Das reduziert die Zahl der Protokolle und Unterschriften. Bei der direkten Zusammenarbeit mit einem Vermögensverwalter muss meist nur einmal ein Protokoll und Unterschriften geleistet werden.

Was macht Ihr Angebot speziell?

Wiese: Die Hamburger Vermögen hat sich mit einem reinen B2B-Modell für 34f-Berater auf dieses Dienstleistungsangebot spezialisiert. Dazu wird ein Vermögensverwaltungsvertrag mit Transaktionsvollmacht abgeschlossen. Die Zusammenarbeit kann auf zwei Arten erfolgen. Entweder der Berater wählt unsere standardisierten Strategien „Vermögensplan“ oder er setzt seine eigene Strategie mit uns um. Dann ist er Vermittler seiner Kunden in die VV und auch Berater des Vermögensverwalters für die Strategie. Das Modell ist vergleichbar mit externer Fondsberatung einer KVG bei Private-Label Investmentfonds.

Was kennzeichnet Ihre standardisierten Strategien?

Wiese: Unsere eigenen Modellportfolios sind einheitliche, aktiv gemanagte Portfolios, die in erster Linie in flexible Mischfonds aus Aktien und Anleihen investieren. Die Mindesteinlage beträgt 10.000 Euro, alle Strategien sind auch sparplanfähig. Zur Auswahl stehen je nach Risikoprofil des Kunden drei Strategien, von „Defensiv“ über „Ausgewogen“ bis „Wachstum“. Sie unterscheiden sich durch ihre maximale Aktienquote und eine von uns definierte Protect-Schwelle, die den Verlust begrenzt.

Wertentwicklung der drei Fonds-Strategien:

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Die Wertentwicklung der drei Fonds-Strategien vom Vermögensplan „TOP MANAGER“ seit Beginn bis Oktober 2015.

Wie funktioniert die Protect-Schwelle?

Wiese: Jedes Modellportfolio weist einen Schwellenwert für Verluste auf: 5 Prozent bei „Defensiv“, 10 Prozent bei „Ausgewogen“ und 15 Prozent bei „Wachstum“. Wenn der Schwellenwert für einen Fonds innerhalb der Strategien erreicht wird, tauschen wir ihn für sechs Monate in einen Geldmarktfonds, bevor wir dann in den jeweils besten Fonds nach unseren Kriterien wieder einsteigen. Im Jahr 2015 hat die Protect-Schwelle mehrfach gegriffen. Die Investitionsquoten wurden daher sukzessive abgesenkt.

Wie werden die Zielfonds ausgewählt?

Wiese: Unsere „Vermögensplan“-Strategien basieren jeweils auf den besten zehn vermögensverwaltenden Fonds ihrer Kategorie. Diese werden über einen quantitativen (kennzahlenbasierten) Auswahlprozess nach den Kriterien Performance, Jahresvolatilität, Sharpe-Ratio, maximaler Drawdown und letztjährige Mittelzuflüsse ausgewählt. Wir sprechen dazu regelmäßig mit den Fondsmanagern, um die Qualität des Managements nachhaltig zu überprüfen. Einmal jährlich führen wir zudem ein Rebalancing durch, um die zehn Fonds wieder gleich zu gewichten.