VW-Abgasskandal „Rechtsschutzversicherer lässt Kunden im Stich“

Lasse Paulus (l.) ist für die Unternehmenskommunikation der Örag Rechtsschutzversicherung zuständig. Rechtsanwalt Ralph Sauer ist Pressesprecher der Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft.

Lasse Paulus (l.) ist für die Unternehmenskommunikation der Örag Rechtsschutzversicherung zuständig. Rechtsanwalt Ralph Sauer ist Pressesprecher der Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft.

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Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft übt scharfe Kritik an der Örag Rechtsschutzversicherung: Das Unternehmen aus dem Verbund der öffentlichen Versicherungen und der Sparkassen-Finanzgruppe komme seinen vertraglichen Pflichten nicht nach, so der Vorwurf der Juristen aus der Schwarzwaldstadt Lahr.

Die Kanzlei vertritt nach eigenen Angaben „mehrere Tausend Geschädigte im VW-Abgasskandal“. Einige der Mandanten versuchten nun, ihre Rechtsschutzversicherung in Anspruch zu nehmen: „Im VW-Skandal wurden für diese Kunden unter anderem Deckungsanfragen für eine Vertretung gegenüber Volkswagen und den Händlern gestellt.“

Umfassende Zusagen nur in Einzelfällen


„Zunächst zogen sich die Deckungsanfragen in vielen Fällen über Monate hin, bis die Örag dann endlich dazu kam, endgültig zu antworten“, berichtet Ralph Sauer ist Pressesprecher der Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft. Die Antwort lautete zumeist, die Örag decke eine Erstberatung und das Einholen eines Verjährungsverzichts.

Andere Ansprüche werden von der Örag nicht bezahlt. „Weil es angeblich mutwillig sei, die Rechtsschutzversicherung zu belasten, nur weil man gegen VW vorgehen möchte“, so Sauer. „Die Örag möchte die Kosten nicht tragen, obwohl sie von Ihren Kunden die Versicherungsleistungen längst erhalten hat.“ Die Kunden würden damit im Stich gelassen.