Wachstum von knapp 6 % Vermögensverwalter: Darum bieten Grenzmärkte enormes Potenzial für Anleger

Angestellte der französischen IT-Firma Linkbynet in Ho Chi Minh City, Vietnam | © Getty Images

Angestellte der französischen IT-Firma Linkbynet in Ho Chi Minh City, Vietnam Foto: Getty Images

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Der Begriff Frontier Markets fasst rund 160 Länder zusammen, welche weder als Industrieland noch als Schwellenland klassifiziert sind. Für diese Nationen erwartet man auf Sicht der kommenden fünf Jahre ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum von knapp sechs Prozent. Die Wachstumsrate der Emerging Markets hingegen wird nur mit gut vier Prozent, die der Industrieländer mit lediglich zwei Prozent prognostiziert.

Die aufstrebenden Märkte wirken dabei relativ günstig: Während der Aktienindex MSCI World durchschnittlich mit dem 22-fachen Gewinn der enthaltenen Unternehmen bewertet wird, zahlen Anleger im Aktienindex MSCI Frontier Markets nur das 14-Fache.

Frontier Markets sind weniger anfällig für globale Schocks

Die Frontier Markets sind zudem weniger anfällig für globale Schocks, da sich im Durchschnitt nur fünf Prozent der notierten Aktien im Besitz ausländischer Investoren befinden. Gehen die höher entwickelten Volkswirtschaften zum Beispiel nach schlimmen Terrorakten oder Bankenpleiten in die Knie, muss das nicht zwingend die Frontier Markets in Mitleidenschaft ziehen.

Allerdings sind die Frontier Markets eine sehr heterogene Ländergruppe. Chancen bieten sich in erster Linie dort, wo soziale und politische Reformen starkes Wirtschaftswachstum versprechen. Das wiederum lockt dann ausländische Investoren an. Werden einzelne Länder in die nächsthöhere Liga, den MSCI Emerging Markets aufgenommen, werden sie neu bewertet. Denn damit geht in der Regel eine Öffnung der Kapitalmärkte einher, was wiederum institutionelle Anleger anzieht.