Wachstumstreiber in den Schwellenmärkten Kaufkraft, Innovationen und Demografie

Staatsempfang von Polens Präsident Andrzej Duda (r.) Ende November 2017 in Vietnam:  Bruttoinlandsprodukt auf 2.000 US-Dollar pro Kopf gestiegen | © Getty Images

Staatsempfang von Polens Präsident Andrzej Duda (r.) Ende November 2017 in Vietnam: Bruttoinlandsprodukt auf 2.000 US-Dollar pro Kopf gestiegen Foto: Getty Images

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Anleger sollten sich Chancen in der dynamischen Anlageklasse Schwellenmärkte nicht entgehen lassen. Sie sollten sich deshalb von althergebrachten Meinungen lösen. Eine Umfrage von Opinium im Auftrag von Franklin Templeton Investments in Großbritannien zeigt: Etwa die Hälfte der 1.001 Teilnehmer dachte bei Schwellenländern an traditionelle Industrien wie Rohstoffe (56 Prozent) und verarbeitendes Gewerbe (50 Prozent), während 42 Prozent der Umfrageteilnehmer diese Länder mit Informationstechnologie in Verbindung brachten.

Die meisten Schwellenländer haben ihr Tätigkeitsspektrum in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet. Viele Anleger nehmen diese Entwicklung zur Kenntnis. Mit der Herausbildung einer völlig neuen Generation innovativer Unternehmen in Schwellenländern durchlaufen diese Volkswirtschaften eine breite Diversifizierung, die Chancen für Anleger eröffnet.

So hat die gestiegene Kaufkraft der Mittelschicht in den Schwellenländern lokale Unternehmen dazu veranlasst, auf die anziehende Nachfrage mit neuen Arten von Gütern und Dienstleistungen zu reagieren. Dieser Trend wird das Wachstum und die Innovation in den Schwellenländern weiter vorantreiben. Technologie ist inzwischen zu einem der größten Sektoren im MSCI Emerging Markets Index geworden, wie die nachstehende Grafik zeigt.

Inzwischen wird fast die Hälfte der Patentanmeldungen weltweit in Schwellenländern registriert (nachfolgende Grafik) – Technologie hat die Schwellenländer innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums grundlegend verändert.