Wall-Street-Riesen Banken kürzen Vergütung um 17 Prozent

Morgan Stanley Hauptsitz in Times Square, New York. Foto: Getty Images

Morgan Stanley Hauptsitz in Times Square, New York. Foto: Getty Images

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Goldman Sachs, JPMorgan Chase & Co. und Morgan Stanley senkten zusammengenommen die Geldsumme, die sie für die Vergütung ihrer Mitarbeiter im ersten und im zweiten Quartal zur Seite legten, um 17 Prozent - auf damit 19 Milliarden Dollar. Das geht aus Pflichtmitteilungen der Finanzdienstleister hervor, die von Bloomberg ausgewertet wurden. Dahinter stehen Bemühungen, die Gewinne zu stützen.

Die 19 Milliarden Dollar sind ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum vergangenen Jahr. Damals hatten die Investmentbankenbereiche der drei Konzerne die Vergütungssumme für das erste Halbjahr noch um 4 Prozent auf 22,9 Milliarden Dollar angehoben.

Goldman Sachs ging bei den Reduzierungen am stärksten vor. Die Bank reduzierte die Summe, die für die Vergütung der Mitarbeiter bis zum 30. Juni zur Seite gelegt wurde, um 28 Prozent auf 5,99 Milliarden Dollar. Morgan Stanley verkleinerte den Pool um 14 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar, während JPMorgan Chase ihn um 6 Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar beschnitt.

Citigroup und Bank of America veröffentlichen keine Daten dazu, wie viel Geld sie für die Vergütungen innerhalb ihrer Investmentbankenbereiche zurücklegen.

Die großen Banken hatten sich zuletzt darauf konzentriert, die Kosten zu senken - während Turbulenzen an den Märkten einige Investoren zum Rückzug bewegte und Übernahmen weniger attraktiv machten. zudem drücken dauerhaft niedrige Zinsen und eine strengere Regulierung auf die Erträge.