Wann klingelst wieder? Vermögensverwalter: Darum sind Telekom-Aktien eine gute Wahl

Manuel Peiffer von der Vermögensverwaltung GVS Financial Solutions: Telefoniert wird immer. | © GVS Financial Solutions

Manuel Peiffer von der Vermögensverwaltung GVS Financial Solutions: Telefoniert wird immer. Foto: GVS Financial Solutions

Seit 2015 tun sich Telekommunikations-Aktien renditemäßig schwer. Im Performance-Wettstreit mit dem Gesamtmarkt lagen sie deutlich zurück. Auch 2017 haben sie bisher das Nachsehen.  Scherzhaft könnte man meinen, dass keine Rendite mehr mit diesen Nummern gemacht werden können. Dies ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn gerade in unruhigen Börsenzeiten sind die meisten Titel aufgrund ihrer stabilen Dividenden ein interessantes Investment. Sollten Anleger deshalb jetzt bei Telekommunikationsaktien auflegen?

Zahlreiche Faktoren waren für die zurückhaltende Performance der letzten 24 Monate verantwortlich - nicht aufgegangene Fusionshoffnungen, Regulierungen, höhere Investitionsausgaben und eine nachteilige Sektorrotation an den Börsen. So schichteten zahlreiche Investoren von Nichtzyklikern in zyklische Aktien aus den Branchen Chemie, Technologie und Konsum um. Die Telkos wurden zum Ladenhüter. Doch was macht diese Unternehmen gerade jetzt interessant?

Stabile Erträge in jeder Konjunkturlage

Das Netz-Business ist zwar alles andere als spannend, sorgt aber in jeder Konjunkturlage für stabile Erträge. Aktionäre werden in der Regel durch eine hohe Dividende belohnt. Durchschnittlich liegt die Dividendenrendite im Telekommunikationssektor bei über fünf Prozent. Als Vorbild dient dabei AT&T: Die 1885 vom Telefonie-Pionier Alexander Graham Bell begründete „American Telephone & Telegraph Company“ hat ihre Dividende seit 1985 Jahr für Jahr erhöht und qualifiziert sich damit auch nach der strengen Definition der Wall Street (25+ Anhebungen in Folge) als reinrassiger „Dividendenaristokrat“.

Doch Aktionäre sollten sich die Unternehmen genau ansehen, denn hier  kann es auch zu „Funklöchern“ kommen. Zahlreiche Firmen aus der Branche haben zuletzt nämlich mehr ausgeschüttet als verdient wurde und damit die Substanz angeknabbert, um die Anteilseigner glücklich zu machen. Hier wurde Tafelsilber verkauft – ein Warnzeichen. Darüber hinaus ist darauf zu achten, wie dynamisch die Dividenden über langfristige Zeiträume erhöht wurden.

Telefoniert wird immer

Neue Hoffnungen im Sektor gibt es  inzwischen auch an der Übernahmefront. Und zudem sind die Netzaktien nicht besonders konjunktursensibel. Telefoniert wird immer. Darüber hinaus investieren die Konzerne stärker in das TV- und Medien-Geschäft.