Warranty & Indemnity Insurance So funktioniert die Versicherung für Immobilien-Investoren

Wer trägt den Schaden? Gebäude in Taiwan. Eine W&I-Police senkt das Risiko für Käufer und Verkäufer einer Immobilie. Foto: Getty Images

Wer trägt den Schaden? Gebäude in Taiwan. Eine W&I-Police senkt das Risiko für Käufer und Verkäufer einer Immobilie. Foto: Getty Images

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Eigentlich eine Plattitüde. Der Verkäufer muss laut Gesetz eine Immobilie mangelfrei an den Käufer übergeben. Doch nicht immer ist das auch Realität. Hat der Verkäufer etwa die Kündigung eines Mietvertrags nicht offengelegt oder Vorschriften und Auflagen zum Brandschutz nicht erfüllt, kann der Käufer je nach Verstoß und kaufvertraglichen Regelungen Garantie- oder Gewährleistungsansprüche geltend machen. Damit der Käufer in diesem Fall auf der sicheren Seite ist, fordert er Sicherheiten vom Verkäufer.

Bisher wurden diese Ansprüche hierzulande oft durch Bankbürgschaften abgesichert. Doch inzwischen wird auch bei deutschen Immobilien-Transaktionen immer häufiger eine Versicherung genutzt, die bisher vor allem bei ausländischen M&A Transaktionen zum Einsatz kam: die Warranty & Indemnity Insurance, kurz W&I-Versicherung.

Mit der Police werden die Haftungsrisiken aus Gewährleistungs- und Garantieverletzungen auf einen Versicherer übertragen. Sie kann als Verkäufer- oder Käuferprodukt ausgestaltet werden. Das heißt, entweder wird der Schaden des Käufers aus einer Garantie- oder Gewährleistungsverletzung abgesichert oder der Schaden des Verkäufers, wenn der Käufer ihn wirksam wegen einer Garantie- oder Gewährleistungsverletzung in Anspruch nimmt.