We are the Champions Universal Investment zeigt vier Mischfonds fürs Volk

Jürgen Dumschat

Jürgen Dumschat

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Hamburg, es ist das Finale der UI Champions Tour Universal Investment. Thema sind vier Mischfonds aus der Palette der Fondsgesellschaft. Doch zunächst ist es ein Bedürfnis von Moderator Jürgen Dumschat, kräftig gegen die Politik auszuteilen.

Der geschäftsführende Gesellschafter von Aecon Fondsmarketing wirft das Bild eines furchterregend großen Papierbergs an die Wand. Es war ein KVG-Antrag, wie er zur deutschen Finanzaufsicht Bafin sollte. „Man kann sich nur wundern, dass Fonds innerhalb weniger Wochen zugelassen werden“, kommentiert Dumschat den Wust.

In ähnlicher Manier bekommen auch Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, und Klaus Müller, Chef der Verbraucherzentrale, ihr Fett weg: „Wie viele Anleger haben sich da gemeldet, solange Prokon pünktlich zahlte?“ Laut Dumschat erfährt der Verbraucherschutz erst von Problemen, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Dann schlägt er einen Bogen über die BVI-Statistik 2013, bei der Aktienfonds die Verlierer und Mischfonds die Gewinner waren, und nähert sich dem Thema der Veranstaltung.

UI-Shareconcept-BC

Zur Vorstellung des ersten Fonds rief er Thomas Jakob und Kurt Hardt von der Kreissparkasse Biberach auf die Bühne – Kreissparkasse Biberach? Genau. Deren stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Thomas Jakob, knallte der Hörerschaft schnell ein paar Fakten um die Ohren, die Zweifel an ihre Daseinsberechtigung zerstreuten: Bilanzsumme etwa 6,3 Milliarden Euro, Kernkapital 469 Millionen Euro und drei Tochtergesellschaften (Beteiligungsgesellschaft, Private Banking, Immobiliengesellschaft).

Die Beteiligungs-Tochter Chancenkapital BC hat 2001 den UI-Shareconcept-BC (WKN: A0BLTJ) mit einem Volumen von 5 Millionen Euro hervorgebracht – jetzt fasst der Fonds 25 Millionen Euro. Kurt Hardt, Vorstandsmitglied und Leiter Kapitalmarkt, stellte ihn vor: Das Management sucht benchmarkunabhängig kleinere Unternehmen (Small- und Mid-Caps) aus dem deutschsprachigen Raum.

Das passiert in drei Schritten: Zunächst filtert es durch eine quantitative Vorauswahl aus dem gesamten Anlageuniversum etwa 1.300 Unternehmen heraus. Diese bewertet es anhand der Fundamentaldaten im zweiten Schritt erneut. Außerdem besucht das Team Unternehmen vor Ort und lernt ihre Managements kennen. So verringert es die in Frage kommenden Aktien auf etwa 200. Im letzten Schritt bewertet es das allgemeine Börsenumfeld und untersucht die Charts. Am Ende landen 30 bis 40 Investments im Portfolio.

Der Fonds umfasst so vor allem Aktien (82,7 Prozent zum 28. Februar 2014), das Team mischt aber auch Rentenpapiere (9 Prozent) und Kasse (8,3 Prozent) bei.

Skalis Evolution Flex

Auch die ehemaligen Meag-Manager Marc Decker und Andreas Grassl beehrten das Publikum. Decker plauderte aus dem Nähkästchen: Er erklärte den Weggang von der Munich Ergo Kapitalanlagegesellschaft (Meag) und sprach über die Schwierigkeit, sich selbstständig zu machen: „Sie müssen die Hosen runterlassen, zur Gründung einer Gesellschaft.“ Dann stellte er den Skalis Evolution Flex (WKN: A1W9AA) vor.

Das Team bedient sich für das Portfolio vor allem aus europäischen Aktien sowie Renten und Fremdwährungen. Dabei geht es beim Rentenanteil in Staatsanleihen, Pfandbriefe, Unternehmensanleihen und Finanztitel. Die Aktienquote liegt zwischen 20 und 30 Prozent.

Für den Fonds baut das Team im Rahmen einer Core-Satellite-Strategie ein kleines Planetensystem auf. Es ergänzt die Kerninvestition („Core“) mit riskanteren Einzelinvestitionen („Satellite“). Einer dieser Satelliten besteht aus einem taktischen Overlay-Management. Das sind Derivate, die ein komplettes Portfolio so frisieren können, dass es neue Eigenschaften hat, ohne dass sich die Positionen im Portfolio selbst ändern.