Wegen Glücksspiel-Verbot Brauerei darf nicht mit Aktien zocken

Brew-Dog-Bier | © Getty Images

Brew-Dog-Bier Foto: Getty Images

Die schottische Craftbrauerei Brew Dog bot ihren US-Anlegern eine brisante Wette an. Sie können ihre Aktien für ein Roulette-Spiel freigeben und auf „rot“ oder „schwarz“ setzen. Die Firmengründer würden dann die freigegebenen Aktien mit ins Kasino nehmen und dort spielen. Wer auf die richtige Farbe gesetzt hat, würde seine Anteile am Unternehmen verdoppeln; wer falsch lag, würde sie verlieren. Die Spielrunde sollte im Internet übertragen werden.

Mit dieser „verrückten Wette“ wolle man „die Finanzwelt auf den Kopf stellen“, zitiert die Wirtschaftswoche Martin Dickie, Co-Gründer von Brew Dog. 

Doch aus der Wette wird wohl nichts. Wenige Tage nach der Ankündigung mussten die Brew-Dog-Gründer zurückrudern. „Die verantwortlichen Kräfte scheinen vom Glücksspiel nicht so begeistert zu sein wie wir“, kommentieren sie.  

Laut einem von der Wirtschaftswoche befragten Rechtsexperten verstößt das Angebot der Bierbrauer gegen das Glücksspielverbot in einigen US-Bundesstaaten. Denn in Ohio und Delaware, wo Brew Dog ihre US-Niederlassungen hat, ist Glücksspiel zwar erlaubt. Da die Aktienplatzierung aber an Anleger in allen US-Staaten gerichtet ist, könnte die Wette gegen die Glücksspielgesetze andere Bundesstaaten verstoßen haben.