Wegen Investmentsteuerreform Blackrock macht Schluss mit deutschen ETFs

Blick über München: Blackrock verlegt seine deutschen ETFs von München nach Irland. | © Pexels

Blick über München: Blackrock verlegt seine deutschen ETFs von München nach Irland. Foto: Pexels

Blackrock will die deutschen Ishares-ETFs vorbehaltlich aufsichtsrechtlicher Genehmigungen nach Irland verlegen und mit dortigen Ishares-ETFs verschmelzen.

Deutsche ETFs ohne Vorteile

Zum Hintergrund heißt es von Blackrock: „Seit Inkrafttreten der Investmentsteuerreform am 1. Januar 2018 unterliegen inländische und ausländische Fonds in Deutschland der gleichen Besteuerung. Die aufnehmenden irischen ETFs weisen in der Regel die gleichen oder niedrigere Gesamtkostenquoten auf als die eingebrachten deutschen ETFs.“

Anleger sollten von größeren Fonds profitieren, so der Fondsanbieter, die in der Regel eine höhere Liquidität und daher geringere Handelsspannen aufweisen. Die Management-Teams in London und München sollen aber weiterhin die neuen irischen Ishares-Aktienfonds verwalten, heißt es.

Die Gesellschaft managt 54 deutsche Ishares-ETFs, die Ende 2017 zusammen ein Vermögen von umgerechnet 45 Milliarden Euro verwalteten. In Irland hat Blackrock 266 ETFs mit einem Volumen von 239 Milliarden Euro.