Wells Fargo Mehr als 1780 ehemalige Mitarbeiter wieder eingestellt

Bankfiliale von Wells Fargo. Das Geldinstitut holt 1780  Mitarbeiter zurück, die im Zuge des Scheinkonten-Skandals offenbar vorschnell entlassen wurden. | © Wells Fargo

Bankfiliale von Wells Fargo. Das Geldinstitut holt 1780 Mitarbeiter zurück, die im Zuge des Scheinkonten-Skandals offenbar vorschnell entlassen wurden. Foto: Wells Fargo

Zur Abwechslung einmal positive Nachrichten von Wells Fargo: Das skandalgeschüttelte Bankhaus holt mehr als 1780 kürzlich entlassene Mitarbeiter zurück. Das berichtet das Handelsblatt und beruft sich dabei auf eine Erklärung von Wells-Fargo-Chef Tim Sloan, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Die Mitarbeiter hatten das Unternehmen im Zuge des Skandals um Scheinkonten verlassen müssen: Um Vertriebsvorgaben zu erfüllen, hatten Mitarbeiter im Namen von Kunden Konten eröffnet, ohne dass die betreffenden Kunden davon wussten. Rund 3,5 Millionen falsche Konten sollen eingerichtet worden sein. Für die nichtsahnenden Kunden waren teilweise Kosten und Gebühren angefallen. Vor kurzem geriet Wells Fargo erneut in die Schlagzeilen: Diesmal ging es um intransparente Versicherungsaufschläge bei der Vergabe von Autokrediten.

Im Zuge des Schienkonten-Skandals hatten viele Mitarbeiter, darunter der ehemalige Wells-Fargo-Chef John Stumpf, das Unternehmen verlassen. An die Stelle von John Stumpf war im vergangenen Oktober Tim Sloan getreten, ehemals operativer Chef der Bank.

Offenbar ist Wells Fargo bei den Entlassungen jedoch zu voreilig gewesen: Eine Reihe von Mitarbeitern hätten ihren Arbeitsplatz zu Unrecht eingebüßt, hieß es jetzt in der Erklärung von Sloan: Sie dürfen zu Wells Fargo zurückkehren.