Weltweite Prozente Die Könige unter den Dividendenfonds

Der Schweizer Energietechnik-Konzern ABB (o.l.), der australische Industriekonzern Monadelphous Group (o.r.), der amerikanische Telefonriese AT&T (u.l.) und das deutsche Modeunternehmen Hugo Boss (u.r.) gehören zu den größten Dividendenzahlern der Welt. Fotos: Getty Images

Der Schweizer Energietechnik-Konzern ABB (o.l.), der australische Industriekonzern Monadelphous Group (o.r.), der amerikanische Telefonriese AT&T (u.l.) und das deutsche Modeunternehmen Hugo Boss (u.r.) gehören zu den größten Dividendenzahlern der Welt. Fotos: Getty Images

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Sie tut es wieder. Endlich. Die Commerzbank schüttet erstmals seit der Finanzkrise in diesem Jahr wieder eine Dividende aus. Immerhin 20 Cent pro Anteilsschein stellte der Vorstand im Februar in Aussicht. Beim derzeitigen Aktienkurs von 7,71 Euro entspricht dies einer Dividendenrendite, also dem Verhältnis zwischen Aktienkurs und Ausschüttung, von 2,6 Prozent. Die Commerzbank befindet sich dabei in bester Gesellschaft. Denn kaum ein Unternehmen kann und will es sich leisten, auf aktionärsfreundliche Ausschüttungen zu verzichten – zur Freude der Anleger.

Galten Dividenden lange Zeit als langweiliges Zubrot, stellen die Firmenausschüttungen im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine interessante Alternative zu Zinsanlagen dar. Speziell breit streuende Dividendenfonds locken mit der Aussicht auf regelmäßige Erträge selbst Investoren, die bislang einen Bogen um den Aktienmarkt gemacht haben. Denn immer mehr Staatsanleihen haben negative Renditen. Anders sieht es dagegen mit Aktienbeteiligungen an ertragsstarken Konzernen aus. Viele von ihnen beteiligen ihre Aktionäre an ihrem anhaltenden Erfolg durch Ausschüttungen.

„Es zahlt sich aus, auf Dividendenaktien zu setzen“, sagt Christian Kahler, Stratege der DZ Bank. Laut einer aktuellen Berechnung seines Hauses werden die Ausschüttungen deutscher Unternehmen in diesem Jahr mit 38 Milliarden Euro so hoch sein wie nie zuvor. Konkret werden sie rund 3 Prozent über den Dividendenzahlungen des Vorjahres liegen. Und auch für die kommenden Jahre sieht Kahler weiteres Potenzial: „Die soliden Bilanzen der Unternehmen sprechen dafür, dass in der aktuellen Zeit, die nicht nur durch stabile Unternehmensgewinne, sondern auch durch eine schwächere Investitionstätigkeit und somit hohe Cashflows gekennzeichnet ist, weiterer Spielraum für Dividendenerhöhungen bei vielen Unternehmen vorhanden ist.“

2016 wird Rekordjahr

Auch europaweit wird 2016 mit Dividenden-Rekorden gerechnet. So gehen die Analysten von Allianz Global Investors (AGI) von über 315 Milliarden Euro aus, die Aktiengesellschaften des MSCI Europa an ihre Anteilseigner ausschütten dürften, das sind über 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Dividendenrendite schätzen die Experten auf rund 3,5 Prozent.