Wenn Geld auf Bäumen wächst: Investoren setzen auf die Asset-Klasse Holz

Foto: Istock

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Holz dient der Menschheit seit jeher als wichtiger Rohstoff. Seine vielseitige Einsetzbarkeit als Bau- und Werkstoff macht das nachwachsende Naturprodukt nach wie vor unverzichtbar für unsere technologisch fortgeschrittene Welt.

Im Zuge des kontinuierlich voranschreitenden Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums steigt auch die Holznachfrage seit Jahrzehnten stetig an. Studien zufolge wird allein für Europa bis zum Jahr 2020 mit einer Steigerung des Rundholzverbrauchs um bis zu 40% gerechnet.

Global gesehen lässt sich insbesondere in Bezug auf Papier und Pappe ein rasantes Nachfragewachstum verzeichnen, vornehmlich in Asien.

Dem steigenden Bedarf an Holz steht jedoch ein zunehmend knapper werdendes Angebot des Rohstoffs gegenüber. Demografischer Wandel und industrieller Fortschritt ziehen einen kontinuierlichen Rückgang der weltweit insgesamt vier Milliarden Hektar Waldflächen nach sich.

Als Folge dieser Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage lässt sich ein stabiler und langfristiger Preisanstieg des Rohstoffs beobachten.



Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sowie die Preisentwicklung von Holz sind nur zwei Gründe, warum die drittgrößte Rohstoffklasse der Welt auch in der Finanzbranche Einzug gehalten hat. Großgrundbesitzer wie Adelshäuser oder Kirchen nutzen Wald bereits seit Jahrhunderten als Vehikel, um ihr Vermögen zu vermehren.

Anlageklasse der 80er Jahre

Im Laufe der Zeit hat sich ein starker Wandel der Eigentumsverhältnisse und Strukturen vollzogen. In den 80er Jahren rückte Wald als Assetklasse verstärkt in den Fokus institutioneller Investoren und entwickelte sich zu einem festen Bestandteil professioneller Portfolios.

Große institutionelle Investoren wie Pensionskassen, Versicherungen oder Stiftungen greifen bei der Portfolio-Zusammenstellung ihrer Fonds auf Wald als ein Basisinvestment zurück und erzielen aufgrund dieser Auswahl signifikante Outperformances. Laut der International Woodland Company kann die Effizienz eines Portfolios durch eine Beimischung von Timber-Investments erheblich gesteigert werden.