Werner Kolitsch zu Clean-Share-Klassen „Wir bieten sie für alle relevanten Fonds an“

Werner Kolitsch ist M&G-Chef für Deutschland und Österreich | © Andreas Mann

Werner Kolitsch ist M&G-Chef für Deutschland und Österreich Foto: Andreas Mann

DAS INVESTMENT: Welche Rolle spielen Clean Share Classes in Ihrem Haus?

Werner Kolitsch: Provisionsfreie Anteilsklassen werden schon seit Längerem in anderen Ländern wie in Großbritannien oder den Niederlanden vorgeschrieben, dementsprechend bieten wir diese ohnehin für alle unsere relevanten Fonds an. Diese haben auch eine Registrierung in Deutschland.

Wie viel Geld liegt drin?

Kolitsch: Noch ist die Nachfrage eher gering und das Volumen hält sich in Bezug auf das deutsche Geschäft in Grenzen. Durch die neue Regulatorik und den Trend zu Servicegebühren bei Portfoliomanagement-Verträgen kann sich das Bild aber schnell ändern.

Wie wollen Sie sich in Bezug auf Clean Share Classes weiter verhalten?

Kolitsch: Unsere Nettoanteilsklassen sind für Vertriebsstellen, Plattformen und sonstige Vermittler geeignet, die gebührenbasierte Vereinbarungen mit ihren Kunden getroffen haben, um Beratungs- oder diskretionäre Portfolioverwaltungsdienstleistungen bereitzustellen, und keine Gebührennachlässe von der Verwaltungsgesellschaft erhalten. Für diese Kunden werden keine Mindestzeichnungsgrenzen angewendet. Der Sinn liegt auch in einer Erleichterung bei der Verrechnung der Bestandsprovision. Das erspart Arbeitsaufwand.

Woran erkennt man bei Ihnen eine Clean Share Class?

Kolitsch: Sie sind mit einem C im Fondsnamen gekennzeichnet.

Welche weiteren Merkmale hat eine Clean Share Class bei Ihnen?

Kolitsch: Wie der Name schon sagt, handelt es sich um provisionsfreie Anteilsklassen oder Nettoanteilsklassen, denen es nicht erlaubt ist, Bestandsprovisionen zu zahlen und dadurch eine reduzierte Managementgebühr aufweisen. Meist wird die Hälfte der Managementgebühr angesetzt – das kann aber von Assetklasse zu Assetklasse unterschiedlich sein. In der Regel haben wir für unsere Nettoanteilsklassen eine Mindestanlagesumme von 500.000 Euro und einen Ausgabeaufschlag von 1,25 Prozent festgelegt.

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