Wette mit Wachtendorf ETF oder Blockbuster Carmignac und Nordea? Capital-Redakteur wettet mit DER-FONDS-Chef

Und das ist der Einsatz: Eine Kiste Champagner frei Haus | © Getty Images

Und das ist der Einsatz: Eine Kiste Champagner frei Haus Foto: Getty Images

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Eine Kiste Champagner frei Haus

„Ich liefere dem ersten, der einschlägt, eine Kiste Champagner frei Haus – wenn am 31. Dezember 2026 das FAZ-Online-Wunder-Portfolio über die vorangegangenen zehn Jahre ein besseres Ergebnis liefert als ein 50/50-Mix der beiden derzeit volumenstärksten Mischfonds mit deutscher Vertriebszulassung, dem Carmignac Patrimoine und dem Nordea Stable Return, schrieb Egon Wachtendorf in der jüngsten DER-FONDS-Ausgabe. Nun nimmt der Capital-Redakteur Christian Kirchner die Wette an.

Wachtendorf: Gegenwind auf der Rentenseite

Das „FAZ-Online-Wunder-Portfolio“ ist die 50/50-Kombination aus einem ETF auf den MSCI World und einem europäischen Renten-ETF. Vom Jahresanfang bis zum Stichtag 8. Dezember gerechnet steht ein solcher Mix für 2016 mit 4,8 Prozent im Plus. Über die vergangenen drei Jahre sind es 29,4 Prozent, über fünf Jahre 64,4 Prozent und über zehn Jahre 78,5 Prozent. Es gebe zwar über jeden der genannten Zeiträume eine Reihe von Mischfonds, die ein höheres Ergebnis erzielten – aber nur eine Handvoll, die über alle vier Zeiträume besser waren, gibt Wachtendorf zu.

Also ist das ETF-Portfolio doch ein Anlage-Wunder? Nicht ganz. „Die Kombination aus 50 Prozent MSCI World und 50 Prozent europäische Staatsanleihen wird in der nächsten Dekade ihren Nimbus der Unbesiegbarkeit verlieren – weil es auf der Rentenseite statt stetigem Rückenwind Flaute und früher oder später Gegenwind geben wird“, ist Wachtendorf überzeugt.

Einen Vorgeschmack darauf habe die sich andeutende Zinswende in den vergangenen Monaten bereits geliefert, schreibt Wachtendorf. Seit Mitte September liege der von FAZ Online zur Berechnung des Wunder-Portfolios herangezogene I-Shares Euro Aggregate Bond mit knapp 3,5 Prozent im Minus. „Da mag von der Aktienseite noch so viel kommen, am Ende fehlen diese Prozente in der Abrechnung. Wetten, dass?“