"Wetten, dass …" gegen die Redaktion: Wo stehen Dax, Gold & Co. Ende 2010?

"Wetten, dass...": Alle gegen Robert Halver.

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Alle gegen Robert: Robert Halver, Kapitalmarktexperte bei der Baader Bank gegen die Redaktion von DAS INVESTMENT. Wenn Schreiberlinge auf Sachverstand treffen, kann es lustig werden. Die Redaktion hat getippt, Durchschnittsbildung und fertig.

Halver legt nach, kommentiert die Tipps, wo Dax, Dow Jones, Gold, Öl und US-Dollar am Ende des Jahres stehen und hebt oder senkt den Daumen über die Redaktions-Prognose. Wer liegt am Ende des Jahres richtig? Wetteinsatz: eine sehr gute Kiste Rotwein.
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Spielen Sie, liebe Leser, auch mit bei unserem „Wetten, dass …“ und bringen Sie sich mit der Zuschauerwette ein. Die besten 10 bekommen die Hauptrolle im Tippkönig-Artikel. Fünf Tipps, und mit etwas Glück gibt’s ne feine Geschichte von uns – über Sie. Die ersten zehn Tippgeber gewinnen außerdem ein Jahresabo von DAS INVESTMENT: Wie Sie mitmachen können, erfahren Sie auf der folgenden Seite.

Und hier sind unsere Tipps:
  • Dax: 6.514 Punkte
  • Dow Jones: 11.059 Punkte
  • Gold: 1.098 US-Dollar
  • Öl: 93 US-Dollar
  • Euro in US-Dollar: 1,3411     
Robert Halver hält dagegen

Robert Halver schreibt per Mail: „Da haben Sie es mir ja schwer gemacht, weil ich Ähnliches tippe. Also Ihre Einschätzungen sind nicht schlecht! Wie auch immer…“

„6514 Punkte beim Dax, da werden wir schon drüber kommen“

Der Dax hat Chancen, Ende des Jahres höher zu stehen. Denn die Länder-, Kredit- und Konjunkturrisiken bleiben starke Argumente gegen eine baldige klare Ausstiegsstrategie der Notenbanken. So bleibt die üppige Liquiditätsausstattung zunächst ein positives Argument für Aktien, ohne zwischenzeitliche Konsolidierungen auszuschließen.

Dem gegenüber stellen die vermeintlich sicheren Staatsanleihen und der Geldmarkt keine stabilen Anlagealternativen dar, da sie die langfristigen Inflations- und Stabilitätsrisiken ignorieren.

In der zweiten Jahreshälfte gerät aufgrund allmählicher konjunktureller Stabilisierung der Einstieg in den geldpolitischen Ausstieg stärker in den Anlegerfokus. Die Aktienschwankungen werden dann deutlich zunehmen, weil das Liquiditätsargument grundsätzlich der bedeutendste Kurstreiber ist.

Bis zum Endes des Jahres werden sich neben Substanzwerten vor allem auch die zyklischen deutschen Branchenführer im Dax auch kostenseitige Krisengewinner heraus kristallisieren, die vom Aufbau der Infrastruktur und alllgemein der Binnenkonjunktur in den Schwellenländern profitieren.

„11.059 Punkte beim Dow Jones, da werden wir schon drüber kommen“

Durch die auf Staatskosten finanzierten Stützungsmaßnahmen und eine hoch unkonventionelle US-Notenbank, die sich im Interessenkonflikt zwischen Stabilitäts- und Konjunkturpolitik immer für die zweite Wahl entscheiden wird, verfügen die USA über positives Überraschungspotenzial.

Eine von der Fed bewusst in Kauf genommene Blasenbildung mit anschließender Inflationsbeschleunigung unterstützt primär Sachkapitalanlagen und damit auch Aktien.

„1.098 US-Dollar beim Gold, da werden wir schon drüber kommen“

Kredit und Stabilitätsrisiken und die Zeitbombe Geldentwertung stellen den Nährboden für die markanteste aller Sachkapitalanlagen dar. Die zunehmende internationale Bedeutung als Anlageobjekt unterstützt das Edelmetall ebenso wie institutionelle Finanzakteure wie Hedge-Fonds, die Gold im Gegensatz zu Staatsanleihen immer mehr als sicheren Hafen entdecken.

„93 US-Dollar beim Öl, so hoch wird’s nicht gehen“

Der Ölpreis wird weniger stark steigen. Denn im letzten Jahr haben sich Verbraucherländer zu vergleichsweise günstigen Preisen gut eingedeckt. Zudem sind die Rohöllagerbestände gut gefüllt.

Außerdem dürfte die OPEC keine Fördersenkung vornehmen, weil dies die Konjunkturerholung begrenzen und damit weder den Ölproduzenten noch den Ölverbrauchern nützen würde.

Nach dem der schwache US-Dollar den Ölpreis 2009 gestützt hat, ist von einer erwarteten Dollar-Befestigung im laufenden Jahr keine Unterstützung zu erwarten. Schließlich dürften die geplanten Maßnahmen der US-Börsenaufsichtsbehörde CFTC zur Begrenzung der Spekulation an den Rohstoffmärkten einem ungebremsten Ölpreisanstieg entgegen stehen.

„1,3411 US-Dollar für einen Euro, da werden wir drüber bleiben“

Der US-Dollar wird zwar aufwerten, aber weniger stark. Einerseits sind der massive Beziehungsstress in der Euro-Familie – zum Beispiel mit Griechenland – und die ohnehin höchst unterschiedliche Auslegung des Stabilitätsgedankens Handicaps für den Euro. Auch das gegenüber Euroland stärker erwartete Wirtschaftswachstum in den USA stützt den US-Dollar.

Andererseits ist der Devisenmarkt jedoch vom atemberaubenden Schuldenaufbau der USA und der ungebremste Liquiditätsversorgung durch die US-Notenbank irritiert, was zusammen längerfristig zu ungesunden Blasenbildungen und Inflationierung führen wird. Außerdem preist der Markt Zinserhöhungen der Fed zu frühzeitig ein.

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