Fondsklassiker Wettpaten für das neue China

Schanghai bei Nacht: Vor allem Chinas Technologie-Aktien brachten Investoren große Kursgewinne. | © Pexels

Schanghai bei Nacht: Vor allem Chinas Technologie-Aktien brachten Investoren große Kursgewinne. Foto: Pexels

Zwei Fondsklassiker liegen bei den Schwellenländerfonds vorn. Ein dritter muss dagegen Abflüsse hinnehmen.

Das vergangene Jahr war ein gutes Jahr für die globalen Aktienmärkte: Per 31. Dezember 2017 legte der MSCI World auf Dollar-Basis 22,8 Prozent zu. Zwar blieb für deutsche Anleger angesichts des schwachen US-Dollars weniger als die Hälfte übrig. Besser als die Null, die derzeit bei den meisten Tagesgeld-Angeboten vor dem Komma steht, ist das jedoch allemal.

Deutlich mehr ließ sich 2017 in den Schwellenländern verdienen. Der MSCI Emerging Markets kletterte in Euro gerechnet um fast 20 Prozent. Zu den besten Fonds für diese Anlageregion gehören auch zwei Fondsklassiker: Der Nordea Emerging Stars Equity und der JPM Emerging Markets Opportunities lieferten sich bis Dezember ein Kopf-an-Kopf-Rennen und beendeten das Jahr mit einem Plus von 28,4 beziehungsweise 27,3 Prozent. Zum Vergleich: Der Durchschnitt der Kategorie schaffte nur 17,4 Prozent.

Die gute Bilanz hat vor allem einen Treiber: Aktien aus der kapitalistischen Volksrepublik China. Sie machen in beiden Fonds rund 30 Prozent des Portfolios aus. „Wir haben uns nie der Theorie angeschlossen, dass es in China eine harte Landung gibt“, erklärt Jorry Rask Nøddekær, warum er diese relativ hohe Gewichtung das ganze Jahr 2017 hindurch beibehalten hat. Der Manager des Nordea Emerging Stars Equity unterscheidet bei der Aktienauswahl jedoch sehr genau zwischen dem alten und dem neuen China: „Für das eine stehen die großen staatseigenen Betriebe, für das andere die stark wachsenden Dienstleistungsunternehmen. Letzteres ist der aufregende Teil des Markts.“