Ökoworld-Manager „Wir bleiben etwas Besonderes“

Alexander Mozer, Ökoworld

Alexander Mozer, Ökoworld

DAS INVESTMENT: Der Ökoworld Growing Markets 2.0 hat auf Jahressicht 18,5 Prozent Rendite erzielt, liegt aber 9 Prozentpunkte hinter dem Index MSCI Emerging Markets. Was ist passiert?

Alexander Mozer: Also, unsere Investments sind allesamt bestens gelaufen. Wir messen uns nicht mit dem MSCI Emerging Markets, da dieser Index für die Idee unseres Fonds keine Relevanz hat. Langfristig wollen wir ohnehin deutlich besser abschneiden, was wir auch geschafft haben. Seit der Auflegung des Fonds 2012 haben wir seinen Wert jährlich um 10 Prozent gesteigert. Der MSCI Emerging Markets rentierte im gleichen Zeitraum lediglich mit 6 Prozent pro Jahr. Das Besondere in den letzten Monaten war, dass sich viele Sektoren wie Rohstoffe und Banken erholt haben, die wenig nachhaltig und daher nicht in unserem Portfolio sind.

Hinzu kommt, dass viele Investoren die Schwellenmärkte wiederentdeckt haben.

Mozer: Ja, insbesondere institutionelle Anleger haben dabei vorwiegend indexnah investiert, was Börsenschwergewichte ebenso wie die genannten Branchen gestützt hat. Allein unsere Indien-Investments machen mehr als ein Fünftel des Fondsvermögens aus. Im MSCI EM fällt deren Anteil dagegen marginal aus. Aktien des Subkontinents kommen im Index zusammen nicht einmal auf 8 Prozent. Ein typisches Beispiel ist Jain Irrigation Systems, ein Anbieter von in Indien dringend benötigten Bewässerungssystemen, in den wir 1,5 Prozent des Fondsvermögens investiert haben. Im Index wird die Firma dagegen nahezu gar nicht berücksichtigt. Ähnliches gilt für den brasilianischen Bildungsanbieter Ser Educacional.

Und wie finden Sie diese Unternehmen?

Mozer: Zum einen kenne ich nach vielen Jahre Titelsuche in den Schwellenländern inzwischen zahlreiche Gesellschaften. Zum anderen schauen wir uns in regionalen Indizes an, welche Unternehmen dort überdurchschnittlich abschneiden und warum sie dies schaffen. So stoßen wir auf viele gut laufende Unternehmensaktien, die der breite Markt noch nicht auf seiner Liste hat.