WWK-Vertriebschef Heß: „Riester ist ein Verkaufsschlager“

Thomas Heß, WWK

Thomas Heß, WWK

// //

DAS INVESTMENT.com: Die WWK verfügt derzeit über 8 Vertriebsdirektionen mit über 40 Maklerbetreuern. Welchen konkreten Service bieten Sie Ihren Maklern?

Thomas Heß
: Wir haben in den letzten Jahren bundesweit ein breites Netz an Vertriebsdirektionen mit starken Führungskräften und vertriebsorientierten Maklerbetreuern aufgebaut. Insgesamt besteht das Team aus rund 40 Planstellen, von denen bis dato 30 besetzt wurden. Die 10 Vakanzen wollen wir möglichst rasch besetzten. Dazu kommen unsere deutschlandweit tätigen Consultants, die Vertriebsschulungen durchführen und ein Serviceteam in München mit hoher In- und Outbound Kompetenz. Zusätzlich unterstützen wir unsere Partner ganz konkret mit Zuschüssen zur Vermögensschadenhaftpflicht, individuellen Trainings und vielfältigen Kundenbindungsaktionen. Auch die Themen Webinare beziehungsweise Online-Schulungen gewinnen stark an Bedeutung. Hier bietet die WWK bereits heute eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

DAS INVESTMENT.com: Wie viele Anbindungen bestehen derzeit und welcher Umsatz wurde damit 2009 erzielt?

Heß: Der WWK Partnervertrieb konnte in den letzten Jahren trotz Inkrafttreten der EU-Vermittlerrichtlinie die Anzahl der Vertriebspartner weiter ausbauen. Derzeit bestehen circa 7.000 Anbindungen. Den Umsatz möchten wir nicht auf die verschiedenen Vertriebszweige herunter brechen. Nach vorläufigen Zahlen hat die WWK im Jahr 2009 die Jahresbeitragssumme des Neuzugangs bei Lebensversicherungen um 28,1 Prozent auf 308,4 Millionen Euro gesteigert. Die laufenden Beiträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 17,9 Prozent auf 85,8 Millionen Euro an. Auch die Kapitalanlagen inklusive des Anlagestocks der fondsgebundenen Lebensversicherungen haben sich in 2009 um 11,5 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro erhöht.

DAS INVESTMENT.com: Sie wollen erklärtermaßen ihr Profil als „finanzstarker Lebensversicherer mit Schwerpunkt in den Bereichen Biometrie und Fondspolicen weiter schärfen“ und die Marktdurchdringung bei den Maklern und freien Vertrieben weiter ausbauen. Wie sehen dafür die Zielgrößen aus und mit welcher Strategie wollen Sie dies bewerkstelligen?

Heß: Im Maklervertrieb streben wir im Lebensversicherungsgeschäft nach einem starken Wachstum von 18 Prozent in 2009 auch im laufenden Jahr eine deutliche Steigerung des Geschäfts an. Wir wollen gegen den Markttrend um über 25 Prozent wachsen, das ist ein sehr ambitioniertes Ziel. Neugeschäft erwarten wir in erster Linie aus den Geschäftsbereichen fondsgebundenes Geschäft und Biometrie. Zu letzterem zählen Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen sowie Risikolebensversicherungen.

DAS INVESTMENT.com: Wie viele Anfragen erreichen Sie pro Monat? Woher kommen die Interessenten schwerpunktmäßig, aus der Ausschließlichkeit, von anderen Pools oder aus dem freien Vertrieb?

Heß: Die exakte Anzahl der Anfragen ist nur sehr schwer nachzuvollziehen, da wir den Markt auf Ebene der dezentralen Vertriebsdirektionen aktiv bearbeiten. Unbestritten ist, dass die massiven Veränderungen in Folge des Alterseinkünftegesetzes und der EU-Vermittlerrichtlinie in den letzten Jahren in der gesamten Branche zum Ausscheiden vieler Vertriebspartner geführt haben. Diesen Trend können wir heute bei der WWK nicht mehr beobachten: Die Anzahl der Vertriebspartner wächst zweistellig. Insbesondere kommen wir mit Pools und großen Vertrieben verstärkt ins Geschäft.