Svetlana Kerschner (Redakteurin)Lesedauer: 2 Minuten

Finanzrepression, Inflation, Helikoptergeld Kurt von Storch zeichnet 3 Szenarien für 2026

Kurt von Storch zeichnet in seinem Vortrag "Robustheit in einer fragilen Welt" im Rahmen des private banking kongress drei Szenarien für das Jahr 2026
Kurt von Storch zeichnet in seinem Vortrag "Robustheit in einer fragilen Welt" im Rahmen des private banking kongress drei Szenarien für das Jahr 2026 | Foto: Christian Scholtysik / Patrick Hipp

„The point of no return“ wurde zur “Robustheit in einer fragilen Welt“ - Kurt von Storch, Chef und Mitgründer der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch änderte den ursprünglich geplanten Titel seines Vortrags auf dem private banking kongress in Hamburg. Eine Titeländerung sei nichts Ungewöhnliches, sagt der Finanzexperte. Schließlich habe sich in den letzten Monaten, nachdem er den ursprünglichen Titel des Vortrags formuliert hatte, auf den Finanzmärkten einiges geändert. 

Das zeigt, wie schwierig eine mittel- oder langfristige Prognose sein kann. Das weiß auch Kurt von Storch. Das vierte Szenario sei eigentlich am wahrscheinlichsten, sagt er und zeigt eine Folie mit großem Fragezeichen. Witzig, aber wenig hilfreich, wenn man eine zukunftsfähige langfristige Anlagestrategie entwickeln will. Daher versucht der Vermögensverwalter es doch mit einer Zehn-Jahres-Prognose und zeichnet drei verschiedene Szenarien. 

Szenario 1: Niedriges Wachstum, niedrige Inflation, unverändertes Zinsniveau 

Im ersten Szenario beträgt die Zinslast des Bundes nur noch 6,3 Milliarden Euro - das entspricht weniger als 2 Prozent des Haushalts. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus strömen Investoren in Aktien und Betongold: Die Immobilienpreise sind weiter gestiegen, die Kurse und Bewertungen ertragsstabiler Unternehmen gehen durch die Decke. Der Goldpreis liegt bei über 2.000 US-Dollar pro Unze. 

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