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Euromünzen, Foto: Getty Images

Euromünzen, Foto: Getty Images

0,2 Prozent

Deutschland: Inflation kehrt zurück

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Nach Deutschland ist im Oktober überraschend die Inflation zurückgekehrt. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch der Preisrückgang in der Eurozone als zeitlich begrenzt herausstellen dürfte.

Auf Jahresbasis stiegen die Preise in Deutschland im Oktober um 0,2 Prozent, nachdem sie noch im Vormonat im gleichen Rahmen gefallen waren, wie das Statistikamt in Wiesbaden mitteilte. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten im Vorfeld mit einer unveränderten Inflation gerechnet.

Für die am Freitag anstehenden Daten zur Preissteigerung im Euroraum geht Fabio Fois, ein Volkswirt bei Barclays in Mailand, von einem Anstieg um 0,1 Prozent aus, wie er in einer aktuellen Kundennotiz schrieb.

Die Wiederkehr der Inflation in Europas größter Volkswirtschaft könnte die Europäische Zentralbank auch etwas beruhigen, dass sich die niedrige Preissteigerung nicht festsetzt und dadurch das Wachstumspotenzial in der Region gemindert wird. EZB-Chef Mario Draghi hat weitere Konjunkturmaßnahmen der Notenbank im Dezember fast schon fest versprochen, fraglich ist nur noch, ob sich die EZB weiter von ihrem Ziel entfernt, die Inflation in die Nähe der Zielmarke von knapp unter 2 Prozent zu bringen. Für 2017 wurde im vergangenen Monat eine Preissteigerung um 1,7 Prozent vorausgesagt.

EZB-Direktoriumsmitglied Benoit Coeure signalisierte in einer Rede am Dienstag, für weitere potenzielle Maßnahmen sei entscheidend, dass diese Prognosen gesenkt werden. EZB- Vizepräsident Vitor Constancio und Ratsmitglied Ignazio Visco erklärten am Mittwoch, die geldpolitischen Entscheider seien dazu bereit, gegebenenfalls alle zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen. Ihre Kollegen aus Estland und Lettland sprachen sich allerdings gegen sofortige Maßnahmen aus.

Lesen Sie hierzu auch das Interview mit AGI-Chefvolkswirt Stefan Hofrichter: „Steigende Inflationsraten aufgrund eines Basiseffekts beim Ölpreis“

Weitere Interviews mit Ökonomen der großen Finanzdienstleister folgen.

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