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Managt seit seiner Auflage vor zehn Jahren den JP Morgan Global Income: Michael Schoenhaut | © J.P. Morgan AM

Michael Schoenhaut über den JP Morgan Global Income „Wir haben in zehn Jahren 14 verschiedene Anlageklassen genutzt“

Der Dezember 2008 war auf den ersten Blick vielleicht nicht der ideale Zeitpunkt, um einen neuen Fonds aufzulegen. Doch auf dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise begannen die Zentralbanken, aggressiv die Zinsen zu senken. Eine Multi-Asset-Income-Fondslösung mit der Fähigkeit, weltweit flexibel in verschiedenen Anlageklassen nach attraktiven Ertragsquellen zu suchen, war rückblickend also genau richtig, um die Lücke zu schließen, die sich aufgrund der sinkenden Zinserträge aus traditionellen Sparprodukten ergab.

Vor zehn Jahren war es allerdings zunächst eine Herausforderung, deutsche Anleger mit dem Konzept „Income“ vertraut zu machen. Ertragsorientierte flexible Multi-Asset Fonds haben das Ziel, regelmäßig die Erträge an die Anleger auszuschütten, die aus Zinskupons und Aktiendividenden erwirtschaftet wurden.

Zehn Jahre JP Morgan Global Income
So hat sich der Fonds seit Auflage im Dezember 2008 gegenüber seiner Vergleichsgruppe "ausgewogene Mischfonds" geschlagen

Quelle: Morningstar

14 Anlageklassen genutzt

Während der Fonds bei seiner Auflegung zunächst sechs Anlageklassen nutzte – Wandelanleihen, Schwellenländeranleihen, US-Hochzinsanleihen, US-Anleihen mit Investment-Grade-Rating, Aktien weltweit und Barmittel –, investiert der Global Income Fund heute in 12 Anlageklassen. Neu dazugekommen sind etwa Hybridanleihen, US-Hypothekenbesicherte Anleihen, Europäische Hochzinsanleihen oder auch Globale Immobilienaktien (REITs). Insgesamt haben wir über die letzten zehn Jahre 14 verschiedene Anlageklassen genutzt.

Über die Jahre haben wir Positionen aufgebaut, wann immer sich in Anlageklassen Chancen ergaben, und sie dort verringert oder beendet, wann immer wir aufgrund unseres Researchs zu dem Schluss kamen, dass die Risiken zu groß geworden waren. Als wir im Dezember 2008 den Global Income Fund auflegten, reduzierten wir schnell Aktien zugunsten von Anleihen – allerdings ohne die Risiken ganz hinunterzufahren, um später von der Erholung profitieren zu können.

2011 ergänzten wir Schwellenländeraktien, da wir deren solide Dividendenaussichten erkannten. 2012 investierten wir in Hybridanleihen, um solide Ertrags- und Wachstumschancen in diesem für viele Fondsanleger nicht zugänglichen Segment zu nutzen. 2013 haben wir Anleihen aus europäischen Peripherieländern genutzt und konnten so von den attraktiveren Bewertungen profitieren, als sich die Märkte von der Schuldenkrise in der Eurozone erholten. Als sich die Renditen dieser Anleihen anschließend wieder normalisierten, begannen wir aktiv damit, unser Engagement auf europäische Aktien zu verlagern, die von der Wirtschaftserholung noch mehr profitierten.

Am Beispiel von drei weiteren Anlageklassen zeigt sich der Vorteil, aktiv in einem von Niedrigzinsen geprägten Umfeld zu navigieren: US-Hochzinsanleihen, hypothekenbesicherte Anleihen und Hypothekenanleihen aus den USA, die durch öffentlich-rechtliche Emittenten – die so genannten Agencies – besichert sind.

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