Was wäre, wenn 10 Titel mehr machen den Dax kaum schwerer

Seit einigen Tagen steht fest, dass der Dax bald aus 40 anstatt wie bisher aus 30 Titeln bestehen wird. Eine tolle Gelegenheit für Sven Lehmann, einmal einige Effekte auszurechnen. Der Wirtschaftsmathematiker und Manager des HQT Global Quality Dividend (ISIN: LU1499563440) nahm sich den C-Dax, der alle an der Frankfurter Wertpapierbörse im General Standard und Prime Standard notierten Aktien enthält, den US-Aktienindex S&P 500 und einen selbst zusammengestellten Dax 40. Grundlage ist jeweils der frei handelbare Börsenwert der Titel.

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In einem ersten Schritt ermittelte Lehmann, wie sich der Börsenwert des Dax im Vergleich zum S&P 500 verändern würde, wenn mehr Titel hinzukämen. Im zweiten Schritt berechnete er, wie stark ein Titel steigen müsste, damit der hypothetische Dax aus allen 411 C-Dax-Titeln um 0,1 Prozent steigen würde.

Hier sind seine Erkenntnisse:

  • Aktuell beträgt der gesamte Wert der 30 Dax-Unternehmen 1.020 Milliarden Euro. Das sind gerade einmal 4,45 Prozent des S&P 500.
  • Zehn zusätzliche Titel machen das Leichtgewicht nicht viel schwerer: Bei 40 Unternehmen käme der hypothetische Dax auf 5,08 Prozent, bei 50 Titeln auf 5,54 Prozent.
  • Selbst bei allen 411 Titeln wären es gerade einmal 7,08 Prozent. Alleine Apple mit 1.650 Milliarden Euro wäre fast so groß wie der gesamte Dax 400 mit einer Marktkapitalisierung von 1.790 Milliarden Euro.
  • Beim schwersten Wert aus dem Dax – aktuell ist es SAP – ist der Einfluss auf die Dax-Bewegungen noch relativ groß: Steigt die Aktie um 1,2 Prozent, legt der Index um 0,1 Prozent zu.
  • Um die gleiche Bewegung im Dax zu erzeugen, müsste der 30. Wert schon 11 Prozent im Plus notieren, beim 40. Unternehmen sind es bereits 17,5 Prozent.
  • Titel Nummer 100 müsste sich schon verdoppeln, um den Dax 0,1 Prozent voranzubringen.

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