Mischfonds versprechen, das Beste aus mehreren Welten ins Portfolio zu holen: Zu der klassischen Kombi aus Aktien, Anleihen und Cash gesellen sich mittlerweile auch andere Asset-Klassen, etwa Rohstoffe und Derivate. So kann das Mischfonds-Universum, abhängig von der Anlagestrategie, heute ein buntes Angebot unterschiedlicher Vermögenswerte enthalten. Die Idee dahinter: eine komplette Vermögensverwaltungsstrategie zu bieten, nur im Fondsmantel.
Die Kölner Vermögensverwaltung Rheinische Portfolio Management ist stets auf der Suche nach den besten Produkten aus diesem Universum und durchleuchtet dafür regelmäßig die top-verkauften Mischfonds hiesiger Großvertriebe. Diese werden anhand von acht relativen und absoluten Kennzahlen zur Wertentwicklung und zum Risiko der Fonds in ein Ranking gebracht, unter anderem zählt die Wertentwicklung der vergangenen drei Jahre, die Schwankungsbreite und der maximale Verlust. Die zehn besten Fonds dieser Rangliste schnüren die Kölner zu einem Mischfonds-Auswahlportfolio, in das Anleger auch investieren können.
Ihre jüngste Analyse unternahmen die Kölner zum Stichtag 30. September 2023. Wir stellen diese Mischfonds-Top-Ten vor – und zeigen, wo die Analysten ihre Stärken und Schwächen verorten.
Wechsel in den Top Ten
Mit Blick auf die Veränderungen in der aktuellen Top-Auswahl gegenüber dem Vorquartal sagt Senior Quantitative Analyst Maksym Dundar:
„Eine sanfte Rückkehr zur Realität prägte die Stimmung auf den Märkten im vergangenen Quartal. Insbesondere Gold, ein gewohnter Bestandteil in den Portfolios gemischter Fonds, hatte unter der Umsetzung des Szenarios 'höher für länger' zu leiden. Doch trotz der Herausforderungen hielten sich die meisten Fonds aus den Top 10 im positiven Performancebereich. Die Zusammensetzung der Rangliste blieb weitestgehend unverändert blieb – lediglich drei Fonds tauschten ihre Plätze:
Insbesondere konnte der MFS Meridian Prudent Capital durch die Anwendung systematischer Absicherungen mittels Put-Optionen auf amerikanische Aktienindizes den Effekt der Marktkorrektur abmildern und sich vom vierten auf den ersten Platz vorkämpfen.
Auf der anderen Seite erwies sich diesmal die hohe Allokation in den amerikanischen Markt als Achillesferse für den Janus Henderson Balanced. Trotz des stärker werdenden Dollars gegenüber dem Euro zeigte er im letzten Quartal eine leicht negative Performance und rutschte nun auf den zweiten Platz ab. Dennoch hat das aktuelle Weihnachtsquartal historisch gute Chancen, die positive Dynamik der offensiveren Fonds aus dem ersten Halbjahre fortzusetzen.
Anleger sollten allerdings nicht vergessen, dass die Zentralbanken noch nicht den Fuß von der Zins-Bremse genommen haben.“
Platz 10: Huber Portfolio
ISIN: LU2372459979
Fondsvolumen: 228 Millionen Euro
Manager: Peter E. Huber; David Meyer; Norbert Keimling
Strategie: Flexibler Mischfonds, investiert global in substanzstarke Aktien und Turnaround-Situationen
Stärken: Antizyklische Allokation mit stabiler Performance
Schwächen: Erhöhte Volatilität wegen historischer Übergewichtung von Aktien
Platz 9: DWS Concept Kaldemorgen
ISIN: LU0599946893
Fondsvolumen: 14.074 Millionen Euro
Manager: Klaus Kaldemorgen; Christoph-Arend Schmidt; Henning Potstada
Strategie: Flexibler Mischfonds mit benchmarkunabhängigem Absolute-Return-Ansatz
Stärken: Kann Opportunitäten in vielen Anlageklassen nutzen
Schwächen: Ambitoniertes Risiko-Renditeziel setzt gute Exposure-Steuerung voraus
Platz 8: Phaidros Funds - Balanced
ISIN: LU0759896797
Fondsvolumen: 1.400 Millionen Euro
Manager: Ernst Konrad; Georg von Wallwitz
Strategie: Ausgewogener Mischfonds mit flexibler Aktienquote
Stärken: Benchmarkfreier und bewährter Top-Down-Ansatz
Schwächen: Strategiebedingt kurzfristig höhere Schwankungen möglich
Platz 7: DJE - Zins & Dividende
ISIN: LU0553164731
Fondsvolumen: 3.528 Millionen Euro
Manager: Jan Ehrhardt
Strategie: Flexibler Mischfonds, Absolute-Return-Ansatz basierend auf fundamentalen, monetären und markttechnischen Kennzahlen
Stärken: Stabil mit hoher Partizipation in Aufwärtsphasen
Schwächen: Hohe Asset-Klassen-Korrelation erfordert weiterhin gutes Markt-Timing





Platz 6: Flossbach von Storch Multiple Opportunities
ISIN: LU0323578657





Fondsvolumen: 24.702 Millionen Euro
Manager: Bert Flossbach
Strategie: Offensiver Mischfonds, investiert in Qualitätsunternehmen, strategische Goldposition
Stärken: Risiko wird durch starke Performance entlohnt
Schwächen: Anlageuniversum ist durch hohes Volumen eingeschränkt
Platz 5: Acatis Gané Value Event
ISIN: DE000A0X7541
Fondsvolumen: 7.371 Millionen Euro
Manager: Henrik Muhle; Uwe Rathausky
Strategie: Defensiver Mischfonds, modellbasierter Value-Ansatz, ergänzt um Event-Strategie
Stärken: Event-Strategie erschließt zusätzliches Renditepotenzial
Schwächen: Höhere Schwankungen durch zumeist hohe Aktienquote
Platz 4: BGF Global Allocation
ISIN: LU0171283459
Fondsvolumen: 13.113 Millionen Euro
Manager: David Clayton; Russ Koesterich; Rick Reider
Strategie: Flexibler Mischfonds mit dynamischer Allokation
Stärken: Stabiles Konzept mit erfahrenem Manager
Schwächen: Strukturell hohe Korrelation zum amerikanischen Aktienmarkt
Platz 3: Value Intelligence ESG AMI
ISIN: DE000A2DJT49
Fondsvolumen: 239 Millionen Euro
Manager: Stefan Rehder
Strategie: Flexibler Mischfonds, investiert in unterbewertete Qualitätsunternehmen, gefiltert nach ESG-Kriterien
Stärken: Starker Fokus auf Kapitalerhalt
Schwächen: Verhältnismäßig hohe Cash-Quote kann Performance bremsen
Platz 2: Janus Henderson Balanced
ISIN: IE0004445015
Fondsvolumen: 6.830 Millionen Euro
Manager: Jeremiah Buckley; Michael Keough; Greg J. Wilensky; David Chung
Strategie: Ausgewogener Mischfonds mit Top-Down-Allokationssteuerung
Stärken: Erfahrenes Management mit konsistentem Ansatz
Schwächen: Fokus auf USA schränkt Anlageuniversum ein
Platz 1: MFS Meridian Prudent Capital
ISIN: LU1442548993
Fondsvolumen: 3.147 Millionen Euro
Manager: Barnaby M. Wiener; David P. Cole; Edward Dearing
Strategie: Offensiver Mischfonds mit Aktienquote zwischen 50 und 90 Prozent, Total-Return-Ansatz
Stärken: Verlustbegrenzung durch strikte Absicherung
Schwächen: Schwächere Partizipation an Aufwärtsphasen


