Welche Erinnerungen verbinden Sie mit dem Weltspartag?
Weltspartag? Dieses Konzept war mir völlig neu, als ich nach Deutschland kam! In Brasilien, wo ich aufgewachsen bin, war das Sparen weniger ein Event – mehr eine Überlebensstrategie. Aber eine Tradition wie der Weltspartag ist schon eine schöne Idee, die zeigt, dass das Sparen im Alltag fest verankert ist.
Worauf haben Sie als Kind / als Jugendlicher gespart?
Ich erinnere mich lebhaft daran, wie ich zwischen 17 und 21 Jahren stolz rund 3.000 US-Dollar gespart habe. Dieses Geld war mein Ticket nach Europa – buchstäblich! Ich kaufte mein Flugticket und einen Eurail-Pass für sechs Monate. Und der Rest? Der wurde klug in Jugendherbergen und gutes, ehrliches Essen investiert, bis ich schließlich meinen ersten Jobvertrag hier hatte.
Wo haben Sie Ihre Ersparnisse aufbewahrt? Was für eine Spardose hatten Sie?
Meine hart ersparten 3.000 Dollar bewahrte ich sicher in einer kleinen Schmucktruhe meiner Mutter auf. Das Teil hatte einen edlen, roten Samt-Innenteil – das war genau die richtige Umgebung für mein Startkapital in Europa!
Was haben Sie von Ihrem ersten ersparten Geld gekauft?
Meine ersten Sparziele lassen sich in drei Kapiteln zusammenfassen. Kapitel 1 habe ich bereits erzählt. Kapitel 2 war mein erster Investmentfonds, lange bevor ich in der Finanzwelt tätig war – das war der „Threadneedle European Select“ Mitte der 1990er-Jahre. Kapitel 3 war dann der Hauskauf, als ich bereits in der Branche arbeitete. Heute investiere ich ausschließlich in unsere eigenen Fonds. Und die nächste Generation ist auch schon am Start: Mein Sohn spart seit drei Jahren erfolgreich in unserem Blackpoint Evolution Fund – eine Familientradition, könnte man sagen.
