Handy-Nutzer in der U-Bahn von Peking: Nachrichten von Tencent, Einkaufen mit Alibaba | © Unsplash.com Foto: Unsplash.com

102 Fonds im Crashtest

Die besten Fonds für Aktien aus Südostasien

Samsung, Alibaba, Tencent – wer als Manager eines Südostasien-Fonds diese drei Aktien im Portfolio hat, geht auf Nummer Sicher. Und hat in den vergangenen Jahren ganz sicher nichts falsch gemacht. Alle drei haben sich seit Anfang 2015 mehr als verdoppelt, Tencent legte sogar knapp 230 Prozent zu.

Mutig also von Anthony Srom, die wohl bekanntesten Unternehmen der Region im von ihm verwalteten Fidelity Asia Pacific Opportunities außen vor zu lassen. Doch der Mut wurde belohnt: Mit einem Wertzuwachs von 95,1 Prozent über die vergangenen fünf Jahre (Stichtag: 20. Dezember 2019) zeigte sein Fonds im jüngsten Crashtest von DAS INVESTMENT die mit Abstand beste Performance. Darüber hinaus sammelte er in der Gesamtwertung 84 von 100 möglichen Punkten und sicherte sich so den Sieg vor 101 Konkurrenten (siehe Tabelle).

Rang Fondsname ISIN Punkte Gesamt Punkte Performance Punkte Stresstest Punkte Aktives Management Fondsvolumen in Mio EUR
1. Fidelity Asia Pacific Opportunities LU0345361124 84 36 23 25 488
2. T. Rowe Price Asian Opportunities Equity LU1044871579 72 32 20 20 55
3. Schroder Asian Opportunities LU0048388663 70 32 17 21 5856
4. Fidelity Asian Special Situations LU0054237671 65 27 18 20 2952
5. Schroder Emerging Asia LU0181495838 64 31 13 20 3528

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„Die Bewertungen sind mir zu hoch, ich sehe ohnehin im gesamten IT-Bereich nur noch begrenztes Aufwärtspotential“, begründet Srom seine SAT-Abstinenz. Soviel als Warnung an all jene Anleger, die meinen, sie hätten durch den Kauf von Samsung, Alibaba und Tencent ihrer Streupflicht im Depot Genüge getan und könnten mit diesem Dreigestirn auch künftig die gesamte Riege der hochbezahlten Fondsmanager hinter sich lassen. Kann funktionieren, muss aber nicht.

Was die Risikostreuung angeht, so liegt der Fidelity Asia Pacific Opportunities in seiner Vergleichsgruppe freilich ebenfalls eher am unteren Ende der Skala. Normalerweise hält Srom lediglich 25 bis 35 Aktien im Portfolio, die er in erster Linie nach fundamentalen Kriterien und völlig losgelöst von irgendwelchen Index-Zugehörigkeiten auswählt. Derzeit sind es sogar nur 26 Titel. „Bei einigen sehr gut gelaufenen China-Investments haben wir im zweiten Halbjahr 2019 Gewinne mitgenommen“, erläutert er. In der Gewichtung dieses in den vergangenen Jahren immer wichtiger gewordenen Marktes – seit 2014 hat sich der Anteil Chinas am Vergleichsindex MSCI Asia ex-Japan von 25 Prozent auf 40 Prozent erhöht – unterscheidet sich der Fidelity Asia Pacific Opportunities mit derzeit immer noch 35 Prozent allerdings nicht wesentlich vom Gros der Konkurrenz.

Dazu gehören übrigens nicht weniger als vier weitere Fidelity-Fonds, die im Crashtest ebenfalls vordere Plätze belegen. So landet der Fidelity Asian Special Situations auf Rang 4, der Fidelity Asia Focus auf Rang 6, der Fidelity Emerging Asia auf Rang 9 und der Fidelity Asia Pacific Dividend auf Rang 26. Ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass das auf acht Standorte verteilte, aus 29 Fondsmanagern und 47 Analysten bestehende Südostasien-Team der Gesellschaft gute Arbeit leistet. Insgesamt verwaltet Fidelity in der Region Kundengelder im Gegenwert von umgerechnet knapp 50 Milliarden Euro.

Trotz der ähnlich guten Platzierungen gibt es zwischen den einzelnen Fonds nur geringfügige Überschneidungen. Die größte Schnittmenge (derzeit 18 Prozent) weist der Fidelity Asia Pacific Opportunities mit dem Fidelity Asia Focus von Dhananjay Phadnis auf. Letzterer ist jedoch mit 60 bis 80 Einzelpositionen deutlich breiter aufgestellt und verfolgt auch einen etwas weniger aktiven Investmentansatz. Dort kommen übrigens Samsung, Alibaba und Tencent zusammengenommen auf einen Portfolio-Anteil von 19 Prozent.

Ähnlich hoch gewichtet ist das Trio im Portfolio des Crashtest-Zweiten T. Rowe Price Asian Opportunities Equity. Dort versammelt Fondsmanager Eric Moffett 40 bis 70 Unternehmen mit möglichst konstanten Gewinnen, die unabhängig vom Konjunkturzyklus zuverlässig ein Gewinnwachstum von 10 bis 15 Prozent pro Jahr erzielen können. Diese Bedingung sieht Moffett derzeit bei keinem der drei Konzerne gefährdet, auch wenn er anderen Beteiligungen mittelfristig mehr Potenzial zutraut.

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