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Pictet Asset ManagementLesedauer: 5 Minuten
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In Asien investieren 11 Prozent Rendite für Anleger mit asiatischen Schwellenländer-Aktien

Skyline von Singapur
Skyline von Singapur: „Unsere Analyse zeigt, dass Anleger auf US-Dollarbasis in der Region unterdurchschnittlich engagiert sind. Sie sollten erwägen, die Gewichtung von asiatischen Aktien und Anleihen in ihren Portfolios in etwa zu verdreifachen“, sagt Arun Sai, Multi-Asset-Stratege bei Pictet Asset Management. | Foto: imago images / Westend61
Arun Sai, Pictet Asset Management

Die Renditen vieler Aktien und Anleihen der asiatischen Schwellenländer sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich hinter denen globaler Indizes zurückgeblieben – obwohl diese Volkswirtschaften rund 70 Prozent des weltweiten Wirtschaftswachstums ausmachten. Wir gehen davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren eine völlig andere Entwicklung zu erwarten sein wird und die Renditen die dynamische Entwicklung der Region widerspiegeln werden. Das bedeutet, dass asiatische Anlagen derzeit in globalen Portfolios unterrepräsentiert sind.

Dies ist das Fazit unserer jüngsten Analyse der asiatischen Schwellenländer, einer Region, die sich durch solide Wachstumsaussichten, niedrige Inflationsraten, überzeugende Reformbemühungen und eine immer stärker diversifizierte Wirtschaft auszeichnet. Wir gehen davon aus, dass Aktien aus asiatischen Schwellenländern in den nächsten fünf Jahren die Anlageklasse mit der besten Performance sein werden. Die Renditen in US-Dollar gerechnet dürften im Durchschnitt bei rund 11 Prozent pro Jahr liegen. Dabei sollten sich Vietnam und Indien besonders gut entwickeln.

Bei den festverzinslichen Wertpapieren bieten chinesische Staatsanleihen das beste Rendite-Risiko-Profil, wobei Unternehmensanleihen mit Investment-Grade ebenfalls attraktiv erscheinen.

Am besten direkt in asiatische Unternehmen investieren

Um diese Chancen optimal zu nutzen, sollten Anleger aktiv und direkt in asiatische Unternehmen investieren – indirekte Engagements in Unternehmen aus Industrieländern mit Asienbezug dürften schwächer abschneiden. Ein aktiver Ansatz ist unerlässlich, da die unterschiedlichen Renditen an den asiatischen Anlagemärkten Möglichkeiten für Überrenditen bieten. Hinzu kommt, dass sich die Wirtschaft in Bereichen wie E-Commerce, grüne Technologie und Finanzdienstleistungen rasant verändert – also in Sektoren, in denen Asien eine globale Führungsrolle übernehmen könnte.

Währungen bieten zusätzliche Renditechancen. Unsere Modelle zeigen, dass die Währungen der Region zu den am meisten unterbewerteten gegenüber dem US-Dollar gehören. Das könnte sich aus unserer Sicht ändern: Die Region weist Leistungsbilanzüberschüsse auf, ihre Geldpolitik ist weit weniger expansiv und mit dem Renminbi verfügt sie über eine Währung, die schon bald die Dominanz des Greenbacks in der globalen Finanzlandschaft herausfordern wird. 

Natürlich gibt es Risiken. Die aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens stehen vor großen Herausforderungen: Angefangen beim chinesischen Schuldenberg bis hin zu solchen, die erst in Jahrzehnten gelöst sein werden, darunter das sich verschärfende demografische Umfeld, der Klimawandel und schwache Governance-Strukturen. Aber viele dieser Herausforderungen dürften sich durch das Zusammenwirken von technologischen Entwicklungen, Innovationen sowie politischen und sozialen Reformen bewältigen lassen.

BIP-Wachstum von mehr als 9 Prozent in Asien zu erwarten

In jeder Krise bieten sich auch Chancen. Der Währungscrash, der 1997 von Thailand ausging und seine Nachbarn erfasste, war ein Wendepunkt für Asien. Er erwies sich als Auslöser für zahlreiche bahnbrechende Strukturreformen, die jeweils die Anfälligkeiten der Region verringerten und ihre wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit verbesserten.

Zwei Jahrzehnte später befindet sich Asien an einem neuen Wendepunkt. Eben noch das Epizentrum des Virusausbruchs, ist die Region aus der Covid-19-Krise als Motor der weltweiten wirtschaftlichen Erholung hervorgegangen. Dank des vergleichsweise effektiven Umgangs mit der Pandemie und einer umsichtigen Fiskal- und Geldpolitik erwarten wir, dass Asien in diesem Jahr mit einem BIP-Wachstum von mehr als 9 Prozent der am schnellsten expandierende Wirtschaftsraum der Welt sein wird.

Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied zwischen dem, was jetzt geschieht, und dem, was sich vor zwei Jahrzehnten ereignet hat. In den späten 1990er-Jahren stützte sich der Aufstieg der asiatischen Tigerstaaten auf eine einzige wirtschaftliche Ausrichtung: Exportgesteuertes Wachstum.

Das Gravitationszentrum der Weltwirtschaft verschiebt sich nach Osten

Doch der aktuelle und zukünftige Erfolg der Region beruht auf der Vielfalt ihrer einzelnen wirtschaftlichen Facetten: Einige Volkswirtschaften setzen auf die Binnennachfrage, während andere eine globale Führungsrolle in weltweit dynamisch wachsenden Branchen anstreben.

Korea und Taiwan sind beispielsweise technologisch fortschrittliche, offene Volkswirtschaften, die stark in globale Lieferketten eingebunden sind. Andere asiatische Volkswirtschaften profitieren hingegen von dem wachsenden Anteil wohlhabender Konsumenten und einer expandierenden Dienstleistungswirtschaft – Indien mit seiner aufstrebenden Mittelschicht fällt in diese Kategorie. Die Region umfasst auch aufstrebende Produktionsstandorte wie Vietnam und rohstofforientierte Länder wie Indonesien und Malaysia. China als dominierende Kraft baut auf seine traditionellen Stärken in der Fertigung und fasst zunehmend in neuen Bereichen Fuß. Das Land hat die USA als größten Handelspartner Europas abgelöst und treibt Reformen voran, die es ihm ermöglichen könnten, in nur einem Jahrzehnt zu einem finanziellen und technologischen Kraftzentrum aufzusteigen. 

Doch so wie die Vielfalt einen Teil der Attraktivität Asiens für Investoren ausmacht, so ist es auch das Bestreben der Region, ihre Wettbewerbsvorteile auszubauen. Die Staats- und Regierungschefs erkennen zunehmend, dass dazu eine umfassendere wirtschaftliche Integration, mehr Investitionen in Technologie und ein besseres Sozial- und Bildungsangebot gehören. Wir erwarten, dass in den kommenden fünf Jahren an allen drei Fronten rasche Fortschritte erzielt werden und sich das wirtschaftliche Gravitationszentrum der Welt entscheidend nach Osten verlagern wird.

Asiatische Aktien laufen US-Aktien den Rang ab

Ist schon zu erwarten, dass Aktien aus den asiatischen Schwellenländern in den nächsten fünf Jahren mit durchschnittlich 10,8 Prozent pro Jahr (in US-Dollar gerechnet) die besten Renditen an den globalen Aktienmärkten erzielen werden, dürften sie damit auch US-Aktien in den Schatten stellen. Wir rechnen damit, dass die Outperformance asiatischer Schwellenländer-Aktien – die hauptsächlich auf überdurchschnittliches Gewinnwachstum und Währungsaufwertung zurückzuführen sein wird – in diesem Zeitraum kumuliert 35 Prozent gegenüber den USA betragen könnte.

  • Der Aufstieg der asiatischen Schwellenländer: Weitere Einschätzungen und einen vollständigen Investmentausblick finden Sie hier.
  • Mehr zu den Investmentchancen in Asien finden Sie hier.
  • Wissenswertes über die verschiedenen Multi-Asset-Strategien von Pictet AM lesen Sie hier.
Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.
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