Egon Wachtendorf (Redakteur)Lesedauer: 7 Minuten

12 Fonds im Crashtest Die besten Aktienfonds für deutsche Nebenwerte

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Momentan finden sich im Portfolio des Lupus Alpha Smaller German Champions die Aktien von 75 Unternehmen, deren durchschnittliche Marktkapitalisierung knapp 5 Milliarden Euro beträgt. Ohne die Top-Ten-Position Airbus, die Mitte März knapp 87 Milliarden Euro auf die Waage brachte, läge dieser Wert allerdings deutlich niedriger. „Wir haben Airbus schon vor Jahren gekauft und sind dem Unternehmen der guten Performance wegen treu geblieben“, sagt Glück. Ähnliches gelte für Wirecard, wo er und Conzatti nach dem geglückten Dax-Aufstieg eine kleine Position behalten und diese inzwischen sogar wieder leicht aufgestockt haben. Dax-Titel sind also nicht per se ausgeschlossen, auch wenn es sich bei Wirecard um den einzigen Wert dieser Kategorie im Portfolio handelt.

Valerie Schueler, Deutsche AM

Ebenfalls mit Airbus in den Top Ten – dafür aber wie eingangs ausgeführt ohne Dax-Titel – kommt das Portfolio des DWS German Mid/Small Cap derzeit auf eine durchschnittliche Marktkapitalisierung von 6,7 Milliarden Euro. Es verteilt sich auf 66 Einzeltitel – deutlich mehr als noch vor zwei Jahren, als es zeitweise weniger als 50 waren. Zwar orientiert sich auch Schueler bei der Auswahl ausschließlich an unternehmensspezifischen Kriterien. Am höchsten sind jedoch nach wie vor der Industrie- und der Technologie-Sektor gewichtet. „Dort finden wir besonders viele interessante Geschäftsmodelle, die von strukturellen Wachstumstrends begünstigt werden“, sagt die DWS-Managerin. Da beide Sektoren in der zweiten Jahreshälfte 2018 stark unter Druck geraten sind, hat Schueler jüngst weiter zugekauft. Größte Einzelposition ist derzeit der Essener Chemiehändler Brenntag, gefolgt von der LEG Immobilien AG und dem Hannoveraner Versicherungskonzern Talanx.

Jochen Knoesel, Knoesel und Ronge

Ein völlig anderes Konzept fahren Jochen Knoesel und Ulrich Ronge. Die Manager des drittplatzierten KR Fonds Deutsche Aktien Spezial kaufen bevorzugt Unternehmen, die sich entweder in Sondersituationen befinden oder zu Übernahmekandidaten werden. Auch sogenannte Squeeze-Outs, bei denen ein Großaktionär noch verbliebene Mit-Anteilseigner aus dem Unternehmen drängen will und sie deshalb häufig recht großzügig entschädigt, gehören zu ihrem Repertoire. In diese Kategorie fallen unter anderem Namen wie Stada, Linde oder Diebold Nixdorf. Eine Strategie, mit der der KR Fonds Deutsche Aktien Spezial vor allem im Risikoverhalten Punkte sammelt: Mit einer Volatilität von unter 5 Prozent und einem maximalen Verlust von 12,5 Prozent in den vergangenen fünf Jahren schlägt er sämtliche Wettbewerber um Längen.

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