RedaktionLesedauer: 8 Minuten

17 Fonds im Crashtest Die besten Fonds für europäische Hochzins-Anleihen

Seite 2 / 2

Der Performance-Zweite: Zantke Euro High Yield AMI

Der Fonds ist nach seinem Manager benannt, der bis 2009 bei LBBW vor allem mit dem LBBW Renta Max Erfolge feierte und sich mit der Investmentboutique Zantke Asset Management selbständig gemacht hat. Den bei Ampega aufgelegter Fonds managt er sowohl nach Top Down- als auch nach Bottom-up-Kriterien.

Zantke grenzt zunächst ein, welche Länder, Branchen und Kreditsegmente ein günstiges Umfeld bieten. Die Einzeltitelauswahl besorgt sein Kollege Martin Seitz, indem er eine qualitative Bewertung der Emittenten und eine Preis-Rendite-Prüfung der Anleihe vornimmt. Fürs Portfolio kommen ausschließlich in Euro notierte Anleihen infrage. Regional ist der Fonds jedoch nicht auf Europa beschränkt: So ist der Fonds beispielsweise mit 11 Prozent des Portfolios in US-Titeln investiert. Hinzu kommt eine kleine Beimischung mexikanischer Euro-Anleihen, die Zantke mit etwas mehr als 3 Prozent gewichtet.

Schon seit längerem meidet Zantke Bankanleihen: „Wir halten diese Papiere angesichts der Bankenkrisen in den Peripherie-Ländern gerade im High Yield-Segment für hoch riskant“, erläutert er und verweist auf den Fall Espirito Santo. Auch im Nicht-Finanzsektor macht Zantke einen Bogen um Euro-Schuldenländer und hat sich kürzlich von italienischen Emittenten getrennt.

Der Stresstest-Sieger: Pictet EUR Short Term High Yield

Mit 100 Punkten ist dieser Anfang 2012 aufgelegte Fonds klarer Sieger im Stresstest, in puncto Performance belegt er allerdings den letzten Platz. So liegt er über drei Jahre lediglich mit knapp 7 Prozent im Plus, während der Durchschnitt der Vergleichsgruppe mehr als doppelt so viel herausholte.

Gemanagt wird der Fonds von Roman Gaiser, der auch den weltweit anlegenden Pictet EUR High Yield Fund verantwortet. Den Anlageschwerpunkt seines Fonds bilden auf Euro lautende Hochzinsanleihen mit bis zu vier Jahren Laufzeit und einem Rating von B bis BBB. Papiere mit längerer Laufzeit von bis zu sechs Jahren oder einem CCC-Rating mischt Gaiser mit jeweils bis zu 10 Prozent bei. Die Restlaufzeit der im Portfolio enthaltenen Titel darf drei Jahre nicht überschreiten.

Aufgrund seines Schwerpunkts stehen dem Fonds damit insgesamt Anleihen mit einem Marktwert von knapp 180 Milliarden Euro offen – das entspricht rund der Hälfte des gesamten europäischen High-Yield-Segments. Außen vor lässt Gaiser hingegen grundsätzlich nachrangige Finanzanleihen und Hybridanleihen.

Bei der Titelauswahl geht der Fondsmanager Top-Down-orientiert vor. Zu den Themen, die ihn aktuell umtreiben, gehört neben der Fed- und EZB-Politik unter anderem die Entwicklung des europäischen Konsumsektors und Emissionen der Schwellenländer vor dem Hintergrund der Entwicklung auf den Rohstoffmärkten. Auf Länderebene dominieren aktuell britische Papiere mit einem Portfolioanteil von rund 25 Prozent. Der Fonds beschränkt sich nicht ausschließlich auf Europa und ist auch in den USA und Japan investiert.

Im Fokus hat Gaiser neben der Rendite auch die Volatilität, die er möglichst niedrig halten will. „Hierzu filtern wir unter anderem den volatilsten Bereich des Anlageuniversums heraus“, erläutert er. In punkto Volatilität hat er sein Ziel damit definitiv erreicht.

Verpassen Sie keinen Beitrag aus unserem wöchentlichen Online-Magazin DER FONDS und melden Sie sich hier kostenlos per E-Mail an.

Mehr zum Thema
26 Fonds im CrashtestDie besten ausgewogenen Mischfonds für Europa
33 Fonds im CrashtestDie besten Fonds für Lateinamerika-Aktien
433 Fonds im CrashtestDie besten Fonds für europäische Aktien