19 Anleihe-Experten wagen einen Ausblick Wann ist ein Kursrutsch am Rentenmarkt zu befürchten?
- AB: „Leichte Normalisierung der Zinsrate“ Seite 1
- Aberdeen: „Auch Europa wäre betroffen“ Seite 2
- AXA IM: „Die Fed wirkt auf mich planlos“ Seite 3
- Bantleon: „Moderater Renditeanstieg“ Seite 4
- BlackRock: „Nur moderate Auswirkungen“ Seite 5
- Deka: „Treasury interessante Alternative“ Seite 6
- Deutsche AM: „Zinsanstieg im Dezember“ Seite 7
- EdRAM: „Keine Bedrohung der Märkte“ Seite 8
- Ethenea: „Fed bekommt letzte Chance“ Seite 9
- Fidelity: „Nicht vor Mitte oder Ende 2017“ Seite 10
- Franklin Templeton: „Langsam und stetig“ Seite 11
- HSBC GAM: „Dilemma der reflexiven Fed“ Seite 12
- JPMorgan AM: „Nur 1 Zinsanhebung 2017“ Seite 13
- M&G: „Der Markt wird vorbereitet sein“ Seite 14
- NN IP: „Anstieg wird moderat ausfallen“ Seite 15
- Schroders: „Chancen zur Alphagenerierung“ Seite 16
- T. Rowe Price: „Temporäre Korrektur“ Seite 17
- UBS AM: „Umfeld bleibt vorerst bestehen“ Seite 18
- Union Investment: „Zinswende schon vorbei“ Seite 19
Laut einer Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey werden europäische Staatsanleihen nicht mehr wie in den vergangenen drei Jahrzehnten durchschnittlich knapp 6 Prozent pro Jahr einbringen, sondern zukünftig nur noch 2 Prozent pro Jahr. Auch Unternehmensanleihen bieten nicht zuletzt durch das Aufkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) immer geringere Renditechancen.
Das gilt als Alarmzeichen: 87 Prozent der jüngst vom CFA Institute befragten Investoren sehen eine Blase an den weltweiten Bondmärkten. Hedgefonds-Manager Paul Singer spricht gar von „der größten Blase, die es je gegeben hat“. Als Auslöser für einen möglichen Kursrutsch am Rentenmarkt gilt die Angst vieler Bond-Anleger vor einer baldigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed).
Wir haben 19 Anleihe-Experten gefragt: Wann rechnen Sie mit einer Fortsetzung der Zinswende in den USA? Und welche Effekte erwarten Sie dadurch auf die Treasuries der Vereinigten Staaten sowie den weltweiten Anleihemarkt?
Die Antworten finden Sie auf den folgenden Seiten:
„Leichte Normalisierung der Zinsrate“
Markus Peters, Senior Portfolio Manager Fixed Income Investments beim Asset Manager AB:
„Ein weiterer Zinsschritt der US-Notenbank ist in diesem Jahr durchaus zu erwarten, insbesondere bei einem marktfreundlichen Ausgang der US-Wahlen. Auch im kommenden Jahr sollten die Zinsen weiter steigen, allerdings in sehr moderater Form.
Diese Zinsschritte können vor allem weiter Volatilität im Anleihemarkt mit sich bringen. Die Anleihezinsen der US-Treasuries könnten dadurch etwas ansteigen, insbesondere da wir gleichzeitig einen moderaten Zuwachs bei der US-Inflationsrate erwarten. Grundsätzlich ist unser Ausblick für die US-Wirtschaft auch im kommenden Jahr solide, so dass eine leichte Normalisierung der Zinsrate durchaus angemessen ist. Eine ordentliche Wachstumsrate wiederum ist ein stützender Faktor für die Kreditaufschläge.“
