19 Anleihe-Experten wagen einen Ausblick Wann ist ein Kursrutsch am Rentenmarkt zu befürchten?
- AB: „Leichte Normalisierung der Zinsrate“ Seite 1
- Aberdeen: „Auch Europa wäre betroffen“ Seite 2
- AXA IM: „Die Fed wirkt auf mich planlos“ Seite 3
- Bantleon: „Moderater Renditeanstieg“ Seite 4
- BlackRock: „Nur moderate Auswirkungen“ Seite 5
- Deka: „Treasury interessante Alternative“ Seite 6
- Deutsche AM: „Zinsanstieg im Dezember“ Seite 7
- EdRAM: „Keine Bedrohung der Märkte“ Seite 8
- Ethenea: „Fed bekommt letzte Chance“ Seite 9
- Fidelity: „Nicht vor Mitte oder Ende 2017“ Seite 10
- Franklin Templeton: „Langsam und stetig“ Seite 11
- HSBC GAM: „Dilemma der reflexiven Fed“ Seite 12
- JPMorgan AM: „Nur 1 Zinsanhebung 2017“ Seite 13
- M&G: „Der Markt wird vorbereitet sein“ Seite 14
- NN IP: „Anstieg wird moderat ausfallen“ Seite 15
- Schroders: „Chancen zur Alphagenerierung“ Seite 16
- T. Rowe Price: „Temporäre Korrektur“ Seite 17
- UBS AM: „Umfeld bleibt vorerst bestehen“ Seite 18
- Union Investment: „Zinswende schon vorbei“ Seite 19
„Fed bekommt letzte Chance“
Daniel Stefanetti, Portfolio Manager der Ethna Funds bei Ethenea Independent Investors:
„Nachdem die Fed letztes Jahr im Dezember das Zinsruder herumgerissen hat, ist nichts mehr passiert. Im Dezember bekommt die Fed die letzte Chance, in diesem Jahr noch tätig zu werden, immer davon ausgehend, dass sie die Zinsen im November nicht erhöhen wird. Zum 10. Oktober erwarteten lediglich 17,1 Prozent der Marktteilnehmer eine Zinserhöhung im November.
Vor dem Hintergrund der zusätzlichen Lockerungsmaßnahmen der anderen Zentralbanken, kommt aber auch die Untätigkeit der Fed schon fast einer Zinsstraffung gleich. Zudem kommt im Oktober die neue Gesetzgebung über die Geldmarktfonds. Seit drei Monaten ist der USD Libor in Antizipation drastisch gestiegen. Und last but not least, wenn die Fed sich zu einer Zinserhöhung durchringen kann, dann handelt es sich immer noch um einen tiefen Zins, da er von 0,25 bis 0,5 Prozent auf vermutlich 0,5 bis 0,75 Prozent erhöht würde.
Zum letzten Teil Ihrer Frage: Erstaunlicherweise sind in den letzten zwei großen Zinserhöhungszyklen der Fed die Renditen für zehnjährige Treasuries am Ende gefallen. Natürlich entsteht erst eine gewisse Volatilität, aber die Erwartung einer künftig tieferen Inflation sowie schwächeres Wachstum tragen dann dazu bei, dass die Zinskurve sich komplett abflacht.“
