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Ruhestandsplanung 2 Billionen Euro Vermögen liegen auf Sparbüchern

Älterer Mann am Laptop
Älterer Mann am Laptop: Viele gut betuchte Senioren würden sich über eine Beratung und Analyse zu ihren Einnahmen und Ausgaben im Ruhestand freuen. | Foto: Pexels

Die Kundengruppe 50plus wächst und gewinnt an Bedeutung für die Ruhestandsplaner. Das zeigt die Umfrage der Initiative Ruhestandsplanung unter 321 Finanzberatern mit einem Durchschnittsalter von 53 Jahren und mehr als zehn Jahren Berufserfahrung.

Im Detail hapert es laut Studie jedoch an der Trennschärfe zwischen Altersvorsorge und Ruhestandsplanung. So wird häufig eine Altersvorsorge mit Kunden zwischen 35 und 50 Jahren schon als Ruhestandsplanung betrachtet. Die lukrativen Kunden ab 50 mit einem hohen Einkommen und Vermögen werden hingegen vernachlässigt.

Kunden seit Jahren ohne Beratung

„Zwei Billionen Vermögen liegen nahezu unberaten in der Zielgruppe, häufig geparkt auf Sparbücher“, empören sich die Studienautoren. Die Masse der Kunden sei seit Jahren nicht beraten worden und möchte dringend eine Analyse, erklärt Olaf Neuenfeldt, Vorstand der Initiative Ruhestandsplanung.

Als besonders wichtiges Problem für diese Kunden nennt Neuenfeldt die Einkommensstrategie. Der Kunde müsse wissen, wie er seinen Lebensstandard und Konsum absichert, so der Finanzplaner. Hier gebe es echten Bedarf für menschliche Beratung mit festen Ansprechpartnern und persönlicher Note. „Ziel ist ein aufgeklärter Kunde, der weiß wo er steht, was er tun muss und der ruhig schlafen kann“.

5 Millionen lukrative Haushalte

Bei Beratern stößt er damit auf offene Ohren: Über 93 Prozent der Befragten sehen in der Ruhestandsplanung Geschäftspotential. Ein Drittel arbeitet schon in diesem Segment. Vielen fehlt aber laut Studie die Klarheit über die Zielgruppe, zum Beispiel ab welchem Einkommen oder Vermögen die Zielgruppe angesprochen werden sollte, oder professionelle Unterstützung in Bezug auf Netzwerkpartner, Beratungskonzeption, Vertriebsunterstützung und Marketing.

„Noch gibt es nur einige tausend Experten für die Zielgruppe 50plus und den Beratungsansatz Ruhestandsplanung“, sagt Ronald Perschke, Vorstand der Initiative Ruhestandsplanung. Bei rund fünf Millionen lukrativen Haushalten müssten es jedoch viel mehr werden.

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