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Gesundheit 2 von 3 Deutschen finden private Vorsorge notwendig

Impfspritze
Impfspritze: Das deutsche Gesundheitssystems musste sich in der Corona-Krise bewähren. Die Bürger hierzulande honorieren seine Stabilität und Stärke auch in schwierigen Zeiten. Das geht aus der aktuellen Continentale-Studie hervor, für die bundesweit knapp 1.400 Personen ab 25 Jahren befragt wurden. | Foto: FRANK MERIÑO / Pexels

Ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie bewerten die Menschen hierzulande das deutsche Gesundheitswesen als vergleichsweise gut. Das sogenannte duale System überzeuge sowohl die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen als auch privat Krankenversicherte. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Kantar für die diesjährige Auflage einer Studie des Continentale Versicherungsverbundes.

Demnach sind 93 Prozent der privat Versicherten mit den Leistungen ihres PKV-Anbieters zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Damit wurde der Wert aus dem vergangenen Jahr um 8 Prozentpunkte übertroffen. Mit dem Preis der Gesundheitsversorgung sind 78 Prozent zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Insgesamt falle das Stimmungsbild in der Bevölkerung derzeit so positiv Bevölkerung wie nie zuvor aus.

Duales Gesundheitssystem überzeugt

Helmut Hofmeier, Continentale

Denn auch die gesetzlich Versicherten schätzten das duale Gesundheitssystem: 78 Prozent sind mit dessen Leistung zufrieden oder sehr zufrieden. Damit wurde der Höchstwert des vergangenen Jahres wieder erreicht. Die Zufriedenheit mit dem Preis erreicht sogar einen neuen Rekordwert: 77 Prozent sind zufrieden oder sehr zufrieden. Das sind 7 Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr.

„Über das duale Gesundheitssystem wird auch nach der Bundestagswahl noch diskutiert. Unsere Ergebnisse zeigen aber eindeutig, dass ein so großer Teil der Bevölkerung wie nie mit dem deutschen Gesundheitswesen zufrieden ist“, kommentiert Helmut Hofmeier. „Privat wie gesetzlich Versicherte schätzen sowohl dessen Leistung als auch den Preis“, so der Continentale-Vorstand für die Sparte Kranken weiter. 

Zufriedenheit steigt seit Jahren

Im Trend steigt die Zufriedenheit der privat Versicherten mit der Leistung des Gesundheitswesens seit 2005. Zum Vergleich: Die Zufriedenheit der gesetzlich Versicherten erreichte im Jahr der Einführung der Praxisgebühr und weiterer Gesundheitsreformen mit 46 Prozent ihren Tiefpunkt. Während der Corona-Krise stieg sie mit 78 Prozent dann allerdings wieder bis auf ihren bisherigen Höhepunkt. 

Die weit verbreitete Zufriedenheit ändert an den skeptischen Zukunftserwartungen jedoch nichts. Wie in den vergangenen Jahren scheinen die gesetzlich Versicherten weiter verunsichert. 81 Prozent glauben, dass eine gute medizinische Versorgung über den Kassenbeitrag hinaus viel Geld kosten wird. 68 Prozent finden die zusätzliche private Vorsorge daher schon heute oder für die Zukunft notwendig.

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