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Prognose von Alliance Bernstein 2021 bewähren sich Schwellenländeranleihen

Tandem-Fallschirmspringer
Tandem-Fallschirmspringer: Bei Niedrigzinsen brauchen Anleger für Erträge auch Hochzinsanleihen im Portfolio. | Foto: imago images

Vergangenes Jahr haben Anleger sich auf den Brexit und die US-Wahlen vorbereitet und auf einen Covid-19-Impfstoff gewartet – doch zum Aufatmen ist es zu früh. Denn die Verteilung des Impfstoffs muss jetzt wesentlich gefährlicheren Varianten des Virus zuvorkommen. Lockdowns dürften uns noch einige Zeit begleiten, die Wirtschaft benötigt weiterhin nachhaltige monetäre und fiskalische Unterstützung und das zweite US-Fiskalpaket könnte nicht nur zu spät kommen, sondern auch zu gering ausfallen. Was erwartet in dieser Situation Anleiheanleger am Markt?

Im gegenwärtigen Umfeld dürften die Zinsen niedrig bleiben – und damit auch die Renditen in den meisten Regionen der Welt. Gleichzeitig bleibt ein hohes Maß an Ungewissheit. Unter diesen Bedingungen muss ein Anleihenportfolio das Abwärtsrisiko begrenzen und gleichzeitig Erträge erwirtschaften.

Staatsanleihen als Puffer gegen Kursschwankungen

Staatsanleihen können in Zeiten erhöhter Volatilität an den Risikomärkten als wesentlicher Puffer dienen. Zum einen sehen wir am Beispiel Japan, dass niedrige Renditen nicht unbedingt mit niedrigen Erträgen einhergehen. So lag die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe zwar unter einem Prozent, die Erträge waren im Durchschnitt jedoch mehr als doppelt so hoch wie die Renditen – aufgrund der Kursgewinne.

Zum anderen dienten Staatsanleihen 2020 als einer der wenigen echten Ausgleiche für die Volatilität der Aktienmärkte. An Tagen, an denen es am Aktienmarkt abwärts ging, blieb die täglich rollierende Sechsmonatskorrelation zwischen US-Staatsanleihen und dem Börsenindex S&P 500 unter -0,4, obwohl die Rendite zehnjähriger US-Treasuries deutlich unter einem Prozent lag. Und in Europa, wo die Renditen zehnjähriger deutscher Bundesanleihen weit in den negativen Bereich fielen, als die Aktienmärkte im März und September abstürzten, wurden die Korrelationen während der Ausverkäufe noch negativer.

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