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Verhärtete Fronten: US-Präsident Donald Trump (links) und Chinas Staatschef Xi Jinping Ende Juni auf dem G-20-Gipfel in Osaka. | © Getty Images

213 Fonds im Crashtest Die besten globalen ausgewogenen Mischfonds

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich. Dieses Bonmot stammt zwar nicht, wie fälschlicherweise immer wieder verbreitet, vom amerikanischen Schriftsteller Mark Twain. Doch wer auch immer es in die Welt gesetzt hat, es trifft auf den Punkt. Das erklärt, warum Finanzexperten derzeit nur wenig mehr fürchten als eine Eskalation des zwischen den USA und China schwelenden Handelsstreits.

„Jeder weiß mit Blick auf das US-Zollgesetz Fordney-McCumber von 1922, dass bei Handelsbeschränkungen am Ende alle verlieren“, warnt etwa Uwe Rathausky, Vorstand des in Aschaffenburg ansässigen Vermögensverwalters Gané. Benannt nach zwei längst vergessenen republikanischen Politikern, sollte das angesprochene Gesetz US-Farmer nach dem Ersten Weltkrieg vor unliebsamer Konkurrenz aus dem Ausland schützen. Am Ende standen Massenarbeitslosigkeit und – nach einem weiteren Anziehen der Zollschraube – die Weltwirtschaftskrise von 1929.

Als promovierter Wirtschaftswissenschaftler weiß Rathausky nicht nur genau, wovon er spricht. Zusammen mit seinem Gané-Partner Henrik Muhle muss er als Manager des Mischfonds Acatis Gané Value Event auch mögliche Folgen des gefährlichen Konfrontationskurses von US-Präsident Donald Trump abfedern. Das tun beide, indem sie seit Monaten nur auf Sicht fahren und außer einigen handverlesenen Aktien einen knapp 40-prozentigen Anteil an Cash und kurzlaufenden Anleihen halten. Rathausky: „Damit versuchen wir, die Chancen aus einer vielleicht überschießenden Volatilität zu nutzen.“

Eine Strategie, die sich in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgezahlt hat. Seit Jahren schon gehört der Acatis Gané Value Event zu den stressärmsten und gleichzeitig leistungsstärksten ausgewogenen globalen Mischfonds. Das bestätigt der jüngste Crashtest auf eindrucksvolle Weise: Dort belegt der mittlerweile 3,3 Milliarden Euro schwere Klassiker unter 213 getesteten Konkurrenten mit 73 von 100 möglichen Punkten den ersten Platz (siehe Tabelle).

Die besten globalen ausgewogenen Mischfonds

Rang

Fonds

Punkte gesamt

Pkt. Perfor-mance

Pkt. Stress-test

Pkt. Aktives Mgmt.

Vol. in Mio. Euro

ISIN

1

Acatis Gané Value Event Fonds

73

33

18

22

3.295

DE000A0X7541

2

UBS (Lux) All-Rounder (USD)

71

24

20

27

211

LU0397594465

2

Capital Group Global Allocation Fund

71

36

10

25

414

LU1006079997

4

DJE Zins & Dividende

68

27

21

20

1.690

LU0553171439

5

AB All Market Income Portfolio

67

30

10

27

261

LU0203201768

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So beeindruckend der Erfolg, so simpel im Grunde genommen das Anlagekonzept: Rathausky und Muhle halten sich an eine Maxime ihres großen Vorbilds Warren Buffett („Kaufe Unternehmen mit sehr guter Qualität und gutem Management zu attraktiven Preisen“) und setzen mit ihrer Orientierung an konkreten, den Aktienkurs sehr wahrscheinlich positiv beeinflussenden Ereignissen noch ein Entscheidungskriterium oben drauf.

Ein solches Positiv-Event kann eine Übernahme sein oder ein Aktienrückkauf, aber ebenso der Zukauf einer Führungskraft oder wie jüngst bei L’Occitane ganz allgemein die Verbesserung des Geschäftsumfelds. Neben dem französischen Naturkosmetik-Hersteller gehören derzeit die Buffett-Holding Berkshire Hathaway, der deutsche Leasing-Spezialist Grenke und Apple zu den am höchsten gewichteten Unternehmen im Portfolio, das Mitte August lediglich 17 Aktien umfasste. Buffett-like eben. Der macht das genauso und hält breite Streuung für Feigheit. „Wir trauen uns zu, richtig zu liegen“, kommentiert Rathausky.

Mit Hilfe von Cash jederzeit flexibel zu bleiben ist die eine Sache. Im aktuellen Marktumfeld Negativzinsen zu vermeiden die andere. Das Gané-Duo hilft sich mit als absolut ausfallsicher geltenden Anleihen, die aufgrund von Sondereinflüssen trotzdem eine vergleichsweise attraktive Rendite bieten. Als aktuelles Beispiel nennt Rathausky eine bis März 2023 laufende Wandelanleihe von BASF, die unter Berücksichtigung des Kaufkurses eine jährliche Rendite von 2,5 Prozent beisteuern soll – plus der Chance, zusätzlich an einem Kursanstieg der BASF-Aktie zu verdienen.

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