22 Fragen an Lutz Röhmeyer „Ein großer Eisbecher, aber ohne Sahne“

Fasziniert von den Weiten des Universums: Capitulum-Manager Lutz Röhmeyer | © Capitulum

Fasziniert von den Weiten des Universums: Capitulum-Manager Lutz Röhmeyer Foto: Capitulum

  1. Ihre erste prägende Erfahrung zum Thema Geld?

Man muss erst sparen, um zu investieren. Das lernte ich, als ich in der Schule die Marken für das Mittagessen gegen seltene Briefmarken tauschte

  1. Wären Sie nicht Fondsmanager geworden, wären Sie heute …

Astrophysiker. Die schier unvorstellbare Weite des Universums hat mich schon immer fasziniert

  1. Haben Sie ein berufliches Vorbild?

Auch wenn er hier bestimmt schon unzählige Male genannt wurde: Warren Buffett

  1. Welche andere Persönlichkeit imponiert Ihnen oder fasziniert Sie?

Alle Kinder, die die Welt noch mit Ihrer unvoreingenommenen Art vollkommen sorgenfrei betrachten. Ganz im Gegensatz zu uns erwachsenen Fondsmanagern

  1. Welches Buch sollte jeder Fondsmanager gelesen haben?

The Intelligent Investor“ von Benjamin Graham updated by Jason Zweig bleibt für mich das Grundlagenwerk des Investierens. Barton Biggs übersetzt das dann in „Hedgehogging“ in die Praxis und schildert schenkelklopfend die vielen Fallstricke in der Realität des Fondsmanagers

  1. Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mit Ihrem Fonds einmal hinter der Konkurrenz zurückbleiben?

Alle kochen nur mit Wasser. Keine Strategie liegt immer vorn, aber Qualität setzt sich langfristig durch

  1. Und die Belohnung, wenn Sie alle anderen abgehängt haben?

Ein großer Eisbecher, aber ohne Sahne

  1. Ihr bislang schönstes Erlebnis als Fondsmanager?

Die Ziele zu erreichen, die Zweifler mir niemals zugetraut hätten

  1. Welchem verpassten Investment trauern Sie noch heute nach?

Man kann niemals genug Immobilien im wunderschönen Berlin haben

  1. Worüber haben Sie sich in jüngster Zeit so richtig geärgert?

Dass es den Menschen trotz der besten Lebensverhältnisse aller Zeiten immer wieder gelingt, sich selbst und anderen das Leben schwer zu machen

  1. Und wem würden Sie gern einmal gehörig die Meinung sagen?

Dem „Regulator“! Jeder von uns wünscht sich ein sicheres Finanzsystem. Vorschriften sollten aber immer praxistauglich sein und die wirklichen Probleme adressieren, sonst bleiben sie nur unwirksame Kostentreiber und gehen letztlich zu Lasten der Anleger