220 Jahre Haft: Florian Homm droht die Abschiebung in die USA

Dem ehemaligen Hedgefonds-Manager Florian Homm droht die Ausweisung aus Italien, berichtet das „Hamburger Abendblatt“. Demnach sprach sich die italienische Generalstaatsanwaltschaft laut Agenturberichten dafür aus, den früheren Spekulanten in die USA auszuweisen.

Homm, Gründer und frühere Chef des Hedgefonds Absolute Capital Management, war 2007 mit Kundengeldern in Höhe von rund 400 Millionen Euro abgetaucht. Ehemalige Geschäftspartner setzten ein Kopfgeld in Höhe von 1,5 Millionen Euro auf ihn aus.

Fünf Jahre dauerte die Jagd auf ein Phantom. Im März 2013 folgte die Verhaftung im Uffizien-Museum in Florenz. Amerikanische Behörden warfen Homm Wertpapiermanipulationen vor. Hierdurch soll er Anleger um 200 Millionen Dollar betrogen haben. Damals waren 75 Jahre Gefängnis bei einer Auslieferung in die USA im Gespräch.

Jetzt drohen Homm wegen Wertpapierbetrugs und anderen Delikten laut des Hamburger Abendblatts 220 Jahre Haft in den USA. Das Justizministerium in Rom muss nun die endgültige Entscheidung über eine Überführung treffen. Homm hofft dagegen aufgrund seiner Multiple-Sklerose-Erkrankung das Gefängnis gegen eine Spezialklinik eintauschen zu können.

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