230 Kilogramm Gold von Malte Hartwieg Staatsanwaltschaft beschlagnahmt Vermögen des Dima24-Gründers

Im vergangenen Jahr nahm die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen gegen Dima24-Gründer Malte Hartwieg auf. Grund war der Verdacht auf Kapitalanlagebetrug. Betroffen sind vier Emissionshäuser - Selfmade Capital, New Capital Invest, Panthera Asset Management und Euro Grundinvest - die Hartwieg gehören. Hartwieg soll geschlossene Fonds dieser Gesellschaften über seine Vertriebsplattform Dima24 verkauft haben, ohne in den Verkaufsunterlagen auf diese Verflechtungen hinzuweisen. Außerdem soll sich Hartwieg persönlich aus dem Fondsvermögen bereichert haben.

Mittlerweise sind die vier Gesellschaften insolvent - genauso wie Dima24. Die Ermittlungen gegen Hartwieg dauern an, er selbst lebt auf Mallorca. 

Nun hat die Staatsanwaltschaft Hartwiegs Vermögen beschlagnahmt. Das berichtet das Handelsblatt. Unter den beschlagnahmten Gegenständen sollen laut dem Blatt unter anderem antike Münzen, eine Armbanduhr von Breitling und mehrere teure Füllfederhalter sein. Außerdem haben die deutschen Behörden ihre Kollegen in Liechtenstein alarmiert, die 230 Kilogramm Gold sowie 1,7 Millionen Schweizer Franken sicherstellten. Der Gesamtwert des Vermögens beträgt nach Handelsblatt-Angaben 14 Millionen Euro.

Damit können Anleger, die geschlossene Fonds der vier insolventen Dima24-Töchter gekauft hatten, darauf hoffen, mindestens einen Teil ihrer Gelder zurückzubekommen. Erst im Juli verurteilte das Oberlandesgericht (OLG) München Hartwieg persönlich zum Schadensersatz gegenüber einer Anlegerin des Fonds Selfmade Capital Emirates 5 GmbH & Co. KG; weitere ähnliche Urteile dürften folgen. Um alle Anleger zu entschädigen, wird das Geld allerdings wohl nicht reichen: Laut Handelsblatt beträgt der gesamte Schaden rund 150 Millionen Euro. 

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