E-Zigaretten weisen wesentlich mehr Risiken auf, als bisher bekannt ist (Foto: Getty Images)

E-Zigaretten weisen wesentlich mehr Risiken auf, als bisher bekannt ist (Foto: Getty Images)

26 neue Risiken

Swiss Re warnt vor E-Zigaretten

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Elektronische Zigaretten könnten Haftungsansprüche - vergleichbar mit denen bei früheren Tabak- Klagen - nach sich ziehen, wie aus einem Bericht von Swiss Re hervorgeht. Damit müsse gerechnet werden, sollten sich die E-Zigaretten als gesundheitsschädlicher erweisen als bislang bekannt.

Ein weiteres Risiko bestehe darin, dass die E-Zigaretten bei Rauchern zum Tod führen könnten, wie der weltweit zweitgrößte Rückversicherer am Dienstag warnte. In dem Bericht werden 26 neue Risiko-Themen vorgestellt, für die ein Bewusstsein geschaffen werden soll.

Weltweit haben Regierungen ihre Mühe mit der Regulierung des mittlerweile 3 Milliarden Dollar schweren Marktes für E-Zigaretten. In der Europäischen Union wird die Werbung dafür ab Mitte 2016 verboten sein. In den USA hat die Nahrungsmittelaufsicht Food and Drug Administration (FDA) im April vorgeschlagen, die Aufsicht über die Tabakbranche auf die E-Zigaretten auszuweiten.

Sollten die neuen Regeln in Kraft treten, wird der Verkauf an Minderjährige verboten, Gratisproben dürften nicht mehr abgegeben werden und Warnungen vor Nikotinabhängigkeit wären verpflichtend.

Derzeit würden die E-Zigaretten als weniger schädliche Alternative zu Tabak vermarktet, heißt es in dem Bericht. Bedenklich sei jedoch, dass es sich bei den Haupt-Inhaltsstoffen um starke Neurotoxine handle. Da die E-Zigaretten noch nicht lange genug auf dem Markt seien, könnten langfristige Gesundheitsgefahren nicht abgeschätzt werden.

Andere in dem Bericht aufgeführte Gefahren umfassen die Sicherheit beim so genannten Cloud-Computing, die Ansteckungsgefahr von Schwellenmarkt-Krisen, die Deflation und höhere Todesraten wegen Luftverschmutzung.

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