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Aktualisiert am 04.08.2020 - 10:52 UhrLesedauer: 6 Minuten

29 Fonds im Crashtest Die besten ausgewogenen europäischen Mischfonds

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Und das eigentliche Thema Europa? Da gibt sich Gutwerk mit Blick auf 2020 ebenfalls zuversichtlich. „Wir erwarten keine unmittelbare Rezession und haben deshalb den Anteil europäischer Werte in unseren globalen Mandaten leicht erhöht“, berichtet er. So seien europäische Titel vielfach günstiger bewertet als amerikanische, zudem böten gerade die in Europa stärker vertretenen und lange gemiedenen Zykliker Chancen auf eine Erholung.

Deutlich defensiver ist – derzeit und ganz generell – der Starmix Ausgewogen der österreichischen Gesellschaft Kepler positioniert. Dort darf sich der Aktienanteil zwischen 30 und 50 Prozent bewegen, wobei Fondsmanager Josef Falzberger mit 41 Prozent momentan eine weitgehend neutrale Position einnimmt. Wie Feri-Manager Gutwerk legt Falzberger das Geld seiner Anleger ausschließlich in Investmentfonds an, streut aber mit derzeit 34 unterschiedlichen Zielfonds deutlich breiter. Etwas mehr als 40 Prozent entfallen auf Bausteine des eigenen Hauses wie den Kepler Value Aktienfonds oder den Kepler Europa Rentenfonds weitere 30 Prozent auf ETFs. Vereinzelt nutzt Falzberger auch Chancen außerhalb Europas, etwa mit dem Amundi Japan Topix ETF oder dem iShares S&P 500. Dabei greift er jedoch jeweils auf die gegen Euro währungsgesicherte Anteilsklasse zurück. Im Gegensatz zum Condor Balance-Universal spielt das Thema Nachhaltigkeit im Starmix Ausgewogen eine eher untergeordnete Rolle – obwohl Kepler sich in Österreich als Pionier für grüne Kapitalanlagen sieht und diverse eigene nach ESG-Kriterien gemanagte Fonds im Sortiment hat.

Eher wenig relevant ist das Thema auch für den Crashtest-Dritten Edmond de Rothschild Income Europe. Dort kauft Fondsmanager Julien de Saussure in erster Linie auf Euro lautende Unternehmensanleihen, die mindestens die Hälfte des Portfolios ausmachen müssen. Je nach Markteinschätzung kommen bis zu 50 Prozent europäische Aktien hinzu, überwiegend Mitglieder des Großbritannien und die Schweiz einschließenden Stoxx-600-Index. Momentan liegt die Aktienquote bei 34 Prozent. Die Auswahl erfolgt nach rein fundamentalen Kriterien – wobei de Saussure mit seinem Team nach abgeschlossener Unternehmensanalyse häufig vor der Frage steht, ob nun die Aktie oder die Anleihe eines potentiellen Kaufkandidaten ins Portfolio wandert. Zu den größten Positionen des mit mehr als 300 Titeln sehr breit gestreuten Fondsvermögens gehören auf der Aktienseite Orange, Total und der britische Luftfahrt- und Rüstungskonzern BAE Systems.

Eines der Hauptziele des Edmond de Rothschild Income Europe besteht darin, regelmäßige Erträge an die Anteilseigner auszuschütten. Die durchschnittliche Dividendenrendite der im Portfolio enthaltenen Aktien ist deshalb mit 4,1 Prozent vergleichsweise hoch, auf der Anleihe-Seite sind es derzeit rund 2,5 Prozent.

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