29-jähriger Angst-Index-Händler

Pokerspieler geht zu Hedgefonds

Jeremy Wien, der Chef für den VIX-Handel bei JPMorgan Chase & Co. und gleichzeitig wetteifernder Poker-Spieler, geht beim Hedgefonds Och-Ziff Capital Management Group an Bord.

Das gab der 29-Jährige am Donnerstag in einer E-Mail an Kunden und Kollegen bekannt. Bei seinem neuen Arbeitgeber werde er Aktienindex-Derivate handeln.

VIX steht für Chicago Board Options Exchange Volatility Index. Das Barometer ist auch als Angst-Index bekannt, weil es ein Gradmesser für die Volatilität des US-Aktienindexes S&P 500 ist. Er bewegt sich in etwa 80 Prozent der Fälle entgegengesetzt zur Benchmark und ist daher als Absicherung von Aktieninvestments populär.

Wien nimmt auch regelmäßig an der World Series of Poker teil, die in Las Vegas stattfindet. Wien drang vier Jahre nacheinander bis 2012 bis zum dritten Tag des Wettbewerbs vor. Vergangenes Jahr schied er nach dem ersten Tag aus. In 2012 wurde er in die Liste der besten Pokerspieler an der Wall Street aufgenommen, erstellt von Business Insider.

Jonathan Gasthalter, ein Sprecher von Och-Ziff, und Brian Marchiony, ein Vertreter von JPMorgan, wollten auf Nachfrage von Bloomberg keinen Kommentar abgeben.

Seine Karriere an der Wall Street hatte er bereits im Jahr 2006 begonnen, damals in den Diensten der US-Großbank Goldman Sachs Group.

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