Gold en masse: Die größten Goldreserven besitzen <br>die Nationalbanken, Quelle: Getty Images

Gold en masse: Die größten Goldreserven besitzen
die Nationalbanken, Quelle: Getty Images

29 Milliarden Euro verschenkt: Schweizer geben Goldenen Löffel zu früh ab

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Gestern erreichte der Goldpreis eine neue Höchstmarke. In der Spitze kostete die Feinunze Gold (31,1 Gramm) 1.536 US-Dollar. In den vergangenen 12 Monaten stieg der Preis um rund 30 Prozent. 1999 kostete eine Unze Gold rund 250 Dollar. Seitdem stieg der Goldpreis jährlich im Schnitt um 16,74 Prozent.

Größter Gewinner der Hausse sind die USA. Laut Statista.com sitzen sie mit 8.134 Tonnen auf den größten Goldreserven, gefolgt von Deutschland (3.401 Tonnen), Italien und Frankreich (je rund 2.400 Tonnen). Beim derzeitigen Kurs sind die US-Goldreserven rund 402 Milliarden Dollar wert.



Dagegen dürfte sich die Schweizer Nationalbank (SNB) ärgern: Besaß sie im Jahr 2000 noch 2.590 Tonnen Gold, sind es heute nur noch 1.040 Tonnen. Verkauft hatte man einen Großteil zwischen 2000 und 2005.

Den Berechnungen des Schweizer Finanzportals "20 Minuten Online" zufolge sind der SNB dadurch 38 Milliarden Schweizer Franken (29 Milliarden Euro) durch die Lappen gegangen.

Dagegen hat sich die Goldreserve der Deutsche Bundesbank nur geringfügig seit 1999 verändert (3.483 Tonnen). Jedes Jahr verwendet sie eine geringe Menge des Goldes für Münzprägeprogramme. Verkauft wie die SNB hat sie nicht.

Nach wie vor halten die Schweizer einen Weltrekord: Mit 133 Gramm (Quelle: 20 Minuten Online) führen sie die Liste des Goldbestandes pro Einwohner. In Deutschland sind es bei 81 Millionen Deutschen 42 Gramm pro Kopf.

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