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300 Milliarden Euro Reparationszahlungen

Gabriel bezeichnet Athens Milliarden-Forderung als "dumm"

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Die laufenden Verhandlungen über weitere Finanzhilfen für Griechenland hätten “mit dem Zweiten Weltkrieg und Reparationen nichts zu tun”, sagte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Dienstag in Berlin. “Ich finde es, ehrlich gesagt, dumm”, sagte Gabriel mit Blick auf Athens jüngste Forderung.

Experten des griechischen Finanzministeriums und der Zentralbank hatten ausgerechnet, dass sich die Entschädigungen für deutsche Kriegsverbrechen sowie Ansprüche aus einer Zwangsanleihe, die 1942 die Bank von Griechenland der Deutschen Reichsbank geben musste, auf insgesamt 278,7 Milliarden Euro belaufen. Für die Bundesregierung ist dagegen die Frage der Entschädigung juristisch abgeschlossen.

Deutschland habe durch die Währungsunion in den vergangenen Jahren stark profitiert und sei insofern auch verantwortlich dafür, dass die Eurozone intakt bleibe, sagte Gabriel. Die griechische Regierung mache aber einen Fehler, wenn sie dieses Thema mit der deutschen Kriegsschuld verbinde. “Ich glaube, dass es uns in dieser Frage zur Stabilisierung Griechenlands nicht einen Millimeter voranbringt”, sagte der SPD-Chef.

Auch das Bundesfinanzministerium wies die Forderung Athens zurück. Mit dem Vertrag zur deutschen Wiedervereinigung seien sämtliche Reparationsforderungen erledigt, sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage. Die deutsche Position habe sich in diesem Punkt nicht geändert.

Derzeit verhandelt die Eurogruppe mit Griechenland über ein Reformprogramm, das als Vorbedingung für die Auszahlung der letzten Tranche aus dem laufenden Hilfsprogramm gilt. Andernfalls droht Griechenland in den nächsten Wochen der Staatsbankrott und das Ausscheiden aus der Eurozone.

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