32 Fonds im Crashtest Die besten Fonds für amerikanische Nebenwerte

Großes Kino: Die besten Fonds für amerikanische Nebenwerte konnten sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppeln. Foto: Getty Images

Großes Kino: Die besten Fonds für amerikanische Nebenwerte konnten sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppeln. Foto: Getty Images

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Bei Aktien-Investments in den USA sind Anleger meist bei Indexprodukten am besten aufgehoben. Aktive Manager haben es im größten Aktienmarkt der Welt schwer, den Markt kontinuierlich zu schlagen. Das gilt zumindest für Standardwerte, wie unsere Crashtests zu dieser Anlagekategorie wiederholt gezeigt haben. Auf den vorderen Plätzen sind dort vor allem ETFs zu finden.



Bei den US-Nebenwerten ist dieser Trend weniger stark ausgeprägt. Im aktuellen Crashtest hat unser Daten-Partner FWW 32 Nebenwerte-Fonds mit Schwerpunkt USA ausgewertet. An der Spitze liegt zwar auch hier mit dem I-Shares S&P Small Cap 600 ETF ein passives Produkt. Aber immerhin auf Platz 2 und 3 schafften es Fonds mit einem aktiven Management. Sowohl der Schroder US Small & Mid-Cap Equity – zugleich Sieger im Bereich Stresstest – als auch der die Performance-Wertung anführende T. Rowe Price U.S. Smaller Companies Equity werden von klassischen Bottom-up-Stockpickern geführt.

Die besten Fonds für amerikanische Nebenwerte

  Fonds Punkte
Gesamt
Pkt.
Perfor-
mance
Pkt.
Stress-
test
Pkt.
Rating
Vol. in
Mio. €
1 I-Shares S&P Small Cap 600 ETF 234 87 63 84 311
2 Schroder US Small & Mid-Cap Equity 227 68 94 65 1123
3 T. Rowe Price U.S. Smaller Companies Equity Fund 224 88 69 67 715
4 Comstage MSCI USA Mid Cap ETF 210 72 78 60 33
5 Robeco US Select Opportunities Equities 201 79 55 67 1526
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Sortierkriterium: Punkte Gesamt, Quelle: Testverfahren DER FONDS, Berechnung und Daten: FWW Fundservices GmbH (Stichtag: 11. Mai 2016), Wertentwicklung auf Euro-Basis
Quelle: Sortierkriterium: Punkte Gesamt, Quelle: Testverfahren DER FONDS, Berechnung und Daten: FWW Fundservices GmbH (Stichtag: 11. Mai 2016), Wertentwicklung auf Euro-Basis


Die drei Siegerfonds im Kurzporträt

Der Gesamtsieger: I-Shares S&P Small Cap 600 ETF


Der Siegerfonds bildet den S&P Small Cap 600 Index möglichst genau ab. Der 1994 gestartete Index bildet zusammen mit dem Standardwerte-Index S&P 500 und dem Mid-Cap-Index S&P 400 den S&P Composite 1500. Er ist nach Marktkapitalisierung gewichtet und enthält zurzeit 601 kleinere US-Unternehmen, die bestimmte Auflagen erfüllen. Dazu zählt eine Marktkapitalisierung von 400 Millionen bis 1,8 Milliarden Dollar, mindestens 50 Prozent der Aktien müssen im Streubesitz sein. Zudem müssen die Unternehmen fürs vergangene Quartal sowie in Summe für die vorangegangenen vier Quartale Gewinne berichtet haben. Allerdings führt eine Fehlentwicklung, solange sie von Index-Komitee als vorübergehend eingeschätzt wird, nicht zum sofortigen Rauswurf.

Der Index weist eine sehr niedrige Konzentration der Titel auf. Die zehn größten Positionen machen weniger als 6 Prozent des Fondsvermögens aus. Auch über die einzelnen Sektoren ist der Index breit gestreut. Finanzen haben mit 23 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Industrie (17 Prozent), Informationstechnologie (16 Prozent) und zyklischem Konsum (14 Prozent). Am stärksten gewichtete Einzelwerte sind der regionale Versorger Piedmont Natural Gas, der Breitband-Dienstleister Viasat sowie der auf Krankenhäuser spezialisierte Real Estate Investment Trust Medical Properties Trust.

Der Fonds stammt aus dem Hause Blackrock, das mit seiner Plattform I-Shares der mit Abstand größte ETF-Anbieter in Europa und weltweit ist. Die Index-Replikation erfolgt – wie bei I-Shares üblich – physisch, aber aufgrund der hohen Titelanzahl mit einem Optimierungsmodell. Das hält die Kosten im Rahmen, sie liegen bei 0,4 Prozent pro Jahr. Der Performance-Abstand zum Index ist geringer als diese Kosten. Zur Performance-Optimierung verleiht der Fonds bis zu 100 Prozent seiner Aktien. Er schüttet zweimal jährlich aus.