39 Prozent Kursplus

K+S wird Potash-Kaufangebot wohl ablehnen

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K+S prüfe weiterhin die Offerte von mehr als 40 Euro je Aktie, und bislang sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, erklärten die informierten Personen, die nicht namentlich genannt werden wollten, da die Diskussionen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Der Aktienkurs des Kasseler Konzerns schnellte in Frankfurt um bis zu 39 Prozent auf 40,29 Euro hoch und notierte zuletzt bei 37,37 Euro 29 Prozent höher. Damit kommt K+S auf einen Marktwert von 7,1 Milliarden Euro. Titel von Potash verteuerten sich am späten Donnerstag im US-Handel um 4,8 Prozent, die Marktkapitalisierung kletterte auf 26,6 Milliarden Dollar (23,7 Milliarden Euro).

„K+S prüft zurzeit die zur Verfügung stehenden Optionen, der Ausgang der Prüfung ist offen“, hieß es in einer Stellungnahme des deutschen Unternehmens am späten Donnerstag. Mit dem Angebot von Potash würden die Wachstumsaussichten aktueller Projekte von K+S und potenzielle Synergien zu niedrig bewertet. Potash erklärte in einer eigenen Mitteilung, ein „freundliches“ Übernahmeangebot abgegeben zu haben.

Ein Zusammenschluss mit K+S würde Potash zu mehr Präsenz auf dem europäischen Markt verhelfen. Die Kanadier würden zudem die Kontrolle über das „Legacy“-Kali-Projekt im eigenen Land gewinnen, bei dem die Produktion Mitte nächsten Jahres anlaufen und die Kapazität bis Ende 2017 rund 2 Millionen Tonnen erreichen soll.

Nach einer Übernahme könnte Potash auch einige der kostenintensiven Minen von K+S schließen und dadurch das Überangebot am Markt reduzieren, sagte P.J. Juvekar, ein Analyst von Citigroup.

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