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Beim Berliner Medikamenten-Hersteller Medios – eine der größten Positionen im Portfolio des Crashtest-Siegers Paladin One – läuft die Produktion auch im Corona-Shutdown auf vollen Touren.

465 Fonds im Crashtest

Die besten Fonds für europäische Aktien

Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. „Wir mussten feststellen, dass auf der Welt gerade Dinge passieren, die wir so noch nicht gesehen haben“, beschreibt Matthias Kurzrock die Stimmung, die ihn und seinen Geschäftspartner Marcel Maschmeyer in den Morgenstunden des 2. März umtrieb. Deshalb entschlossen sich die Vorstände des Hannoveraner Vermögensverwalters Paladin Asset Management  an jenem Montag zu einem Schritt, den sie zuvor sieben Jahre lang aus Prinzip nicht gegangen waren: Sie sicherten das Portfolio ihres 2013 aufgelegten Aktienfonds Paladin One mit einer Put-Option auf den zuvor von 13.700 auf 12.100 Punkte gefallenen Dax ab.

Kein Zweifel, es war die richtige Entscheidung. In den folgenden Wochen konnten Kurzrock und Maschmeyer in aller Ruhe zusehen, wie Deutschlands Leitindex unter dem Schock des Corona-Shutdowns bis auf unter 8.500 Punkte abschmierte – ein Minus von 38 Prozent. Der Paladin One verlor dagegen 2020 in der Spitze gerade einmal 13 Prozent, seit Jahresbeginn sogar nur 0,6 Prozent (Stand: 21. April). In der Kategorie „Aktienfonds All Cap Europa“ (siehe Tabelle) ist das ein absoluter Spitzenwert.

Rang Fondsname ISIN Punkte Gesamt Punkte Performance Punkte Stresstest Punkte Aktives Management Fondsvolumen in Mio EUR
1 Paladin One DE000A1W1PH8 87 27 30 30 138
2 MFS Meridian European Value LU0125951151 87 30 30 27 5043
3 Comgest Growth Europe IE0004766675 83 31 25 27 3609
4 Echiquier Positive Impact Europe FR0010863688 83 31 25 27 154
5 Candriam Equities Europe Optimum Quality LU0304859712 81 29 30 22 795
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Eine Momentaufnahme, gewiss. Trotzdem beeinflusst die Robustheit in der Krise natürlich auch das langfristige Ergebnis: Zum genannten Stichtag gehört der Paladin One unter insgesamt 465 europäisch ausgerichteten Aktienfonds zu den ganz wenigen, die über fünf Jahre ein Plus von mehr als 40 Prozent aufweisen. Was wiederum zeigt, dass Kurzrock und Maschmeyer auch schon vor dem 2. März 2020 einen guten Job abgeliefert und sich den Sieg im jüngsten Crashtest redlich verdient haben.

Wobei festzuhalten gilt, dass es sich beim Paladin One um keinen typischen europäischen Aktienfonds handelt. Denn statt das Geld der Anleger breit über die Länder der Europäischen Union zu streuen und darüber hinaus auch noch Großbritannien und die Schweiz einzubeziehen, kaufen Kurzrock und Maschmeyer vorwiegend deutsche Aktien und mischen ihnen Titel aus dem deutschsprachigen Ausland sowie aus den Niederlanden und aus Skandinavien bei. Hinzu kommt eine Barreserve, die derzeit etwas mehr als ein Fünftel des Portfolios ausmacht.

Stets ausreichend Liquidität zu bunkern ist ein eisernes Prinzip der Paladin-Gründer – an dem sie in Corona-Zeiten ebenso unverändert festhalten wie daran, bei der Aktienauswahl stärker auf Faktoren wie eine günstige Bewertung und eine niedrige Verschuldung zu achten als auf hohes Wachstum.

Das dritte Standbein ihrer Strategie, die Beteiligung an Unternehmen in Sondersituationen, haben sie dagegen vorübergehend auf Eis gelegt. „In extremen Marktsituationen kann bei derartigen Titeln die Handelsliquidität austrocknen“, sagt Kurzrock und nennt noch einen zweiten Grund: „Bei den deutlich zurückkommenden Bewertungen im Gesamtmarkt füllt sich die Liste der für uns potentiell attraktiven Ziel-Unternehmen. In einer solchen Situation wollen wir gezielt investieren können, ohne unter Umständen in Sondersituationen festzuhängen.“ Grundsätzlich bleibe dieses Marktsegment aber eine wichtige Säule im Fondskonzept.

Bevor Kurzrock und Maschmeyer eine neue Aktie im Paladin One aufnehmen, analysieren sie mit ihrem Team das entsprechende Unternehmen oft wochenlang. „Dieser vergleichsweise hohe Aufwand ist nötig, da wir lediglich 15 bis 25 verschiedene Titel halten und langfristig eine durchschnittliche Rendite von 10 Prozent pro Jahr anstreben“, erläutert Kurzrock. Dieses Ziel gelte nach wie vor.

Neben der momentan reichlich vorhandenen Liquidität kommt den Paladin-Managern dabei entgegen, dass einige ihrer größten, lange vor der Corona-Pandemie aufgebauten Beteiligungen im aktuellen Umfeld durchaus zu den Profiteuren gehören.

Zum Beispiel Medios: Der Berliner Hersteller von Spezialmedikamenten ist vom Herunterfahren der Wirtschaft überhaupt nicht betroffen, genau wie die beiden Online-Apotheken Shop Apotheke und Zur Rose („DocMorris“).Auch der norwegische Fährbetreiber Fjord 1 steht Kurzrock zufolge in der aufziehenden Rezession „wie ein Fels in der Brandung“: Da der Staat dem Unternehmen eine feste Vergütung garantiere, reduziere sich das operative Risiko darauf, dass Passagiere während der Überfahrt weniger Brötchen und Kaffee an der Snack-Theke kaufen.

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